LKWKonvoi der Hoffnungweltkugel

Burundi: Eine Reise unter schwierigen Umständen

20170124153242-kinderdorf-bujumbura.jpg Nachdem ich seit 2009 regelmäßig Burundi besucht habe, entschloss ich mich, trotz der unsicheren Lage, zusammen mit meinem Mann im Januar 2017 erneut nach Burundi zu fliegen. Das Auswärtige Amt machte einem wenig Mut, es warnte bzw. riet dringend davon ab, nach Burundi zu reisen. Aber es waren jetzt seit meiner letzten Reise bereits 2 Jahre vergangen, immer wieder hatten uns die Warnungen abgeschreckt. Jetzt wollten wir nicht länger warten und es wagen.

Wir wollten uns selbst einen Eindruck verschaffen, wie es um dieses kleine afrikanische Land - dem Partnerland von Baden-Württemberg - steht. Seit der 3. Regierungsübernahme von Präsident Nkurunzizza (nach dem Abkommen von Arusha nicht erlaubt) steuert das Land dem Abgrund zu.

Jegliche Opposition wurde verboten, die Menschen werden verhaftet, verschwinden, Folter ist an der Tagesordnung, die internationalen Organisationen berichten von Massengräbern.

Dies war unser Informationsstand, als wir am 15.1. wieder burundischen Boden betraten. Sinn unserer Reise war, unsere Hilfsprojekte, insbesondere das Waisenhaus von Sr. Chantal, in einem Vorort der Hauptstadt Bujumbura gelegen, zu besuchen und nach dem Stand der Dinge zu sehen.

Wir hatten Glück, unsere Reise verlief ohne Zwischenfälle. Auf den Straßen sind Polizei und Militär sehr präsent. Nur am Anfang ängstigen einen die sehr grimmig schauenden Männer mit den Kalaschnikows, die immer den Finger am Abzug haben.

Das Waisenhaus von Sr. Chantal

20170124151810-kinderdorf-bujumbura.jpg Von einer hohen Mauer umgeben, fanden wir das neue „Kinderdorf“ von Sr. Chantal in einem hervorragenden Zustand. Bei unserem letzten Besuch im Februar 2015 war es noch nicht fertiggestellt, es wurde erst im Mai 2015 bezogen. Alles ist sehr sauber und ordentlich, die Kinder gut genährt und zufrieden. Sein jeweiliges Schicksal scheint noch nicht jedes Kind verarbeitet zu haben, manche sind sehr zurückhaltend und lachen wenig, wie auch Sr. Chantal berichtet. Aber insgesamt herrscht eine freudige, neugierige Stimmung, besonders der mitgebrachte Fußball, die Malstifte und natürlich einige Süßigkeiten fanden sofort großen Anklang. Zusätzlich hatten wir auch reichlich gespendete Kleider für die Kinder im Gepäck. Die Großen gehen regelmäßig zur Schule, die Kleineren in den Kindergarten.

Fünf Häuser waren inzwischen bezogen, das 6. muss noch fertiggestellt werden. Für den Ausbau und die Inneneinrichtung des 6. Hauses soll ein Kostenvoranschlag eingeholt werden. Alle Kinder können in Betten schlafen, auch wenn sich manche ein Bett teilen müssen. Zu jedem Haus gehört eine „Mutter“, die sich um 4-6 Kinder kümmert. Auch die beiden Babys, die Ende 2016 aufgenommen wurden ( Ineza, Josephine ganz kurz nach der Geburt), werden dort intensiv betreut und Sr. Chantal hat ein besonderes Auge darauf.

20170117131559-kinderdorf-bujumbura.jpg Im hinteren Areal befindet sich ein Gemüsegarten, sodass auch so die Versorgung der Kinder zu einem kleinen Teil möglich ist. Erstes Gemüse wurde schon geerntet.

20170117132201-kinderdorf-bujumbura.jpg Leider zeigte sich, dass die Kinder in der Schule keine richtigen Unterricht und damit Bildung bekommen. Die Kenntnisse, insbesondere im Rechnen, was für uns am leichtesten zu überprüfen war, sind auch bei den älteren Kindern mangelhaft. Hier müssen wir uns eine gezielte Unterstützung überlegen, damit die Kinder später bessere Chancen haben.

Insgesamt sind die Schulverhältnisse sehr schwierig, da – obwohl Schulpflicht für alle - die Kinder vorrangig aufgenommen werden, die einen Kindergarten besucht haben und man so auf einen besseren Start hofft.

Die laufende finanzielle Unterstützung soll vor allem den täglichen Bedarf an Nahrungsmittel usw. decken. Infolge der politischen Situation steigen die Lebensmittelpreise ständig und viele Familien, die inzwischen auch ihre Arbeit verloren haben, sind von Armut bedroht.

Hier versuchen wir Sr. Chantal weiterhin zu helfen, indem wir ihr auch mit Hilfe unserer Patenschaften einen regelmäßigen monatlichen Betrag zukommen lassen.

Kurz zusammengefasst:

Das Projekt hat sich gut weiterentwickelt und wir freuen uns, wenigstens ein wenig helfen zu können. Ansonsten halten wir die Lage in diesem Land für äußerst angespannt, eine Aussage über die Zukunft wagen wir nicht.

Nur über eine politische Lösung wird sich die Spirale der Gewalt, der Arbeitslosigkeit und des Hungers bewältigen lassen.

Evelyn und Wolfgang Herz, im Januar 2017

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Karlsruher Sportclub KSC: Heute eine kleine Spende - Vielleicht einmal ein Beruf?

Terminkalender:

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wann: 01.04.2017
8:00 bis 12:00 Uhr
wo: Weiherweg 22, 68794 Oberhausen-Rheinhausen
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Mitgliederversammlung
wann: 10.04.2017
19:00 Uhr
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