LKWKonvoi der Hoffnungweltkugel

Bericht über die Mitgliederversammlung am 10.04.2017

Der Verein hat jetzt 116 Mitglieder, von denen 43 an der Versammlung teil genommen haben. Das Durchschnittsalter beträgt 64 Jahre und das zeigt, dass der Verein im 20. Jubiläumsjahr 2017 ein Generationenproblem hat, weil nur wenige jüngere Mitglieder bei uns eintreten. Dieses Problem ist aber noch viel größer, wenn wir die wirklich aktiven Mitglieder und Mitarbeiter/innen betrachten; hier liegt das Durchschnittsalter bei rund 70 Jahren. Also müssen wir intensiv jüngere Frauen und Männer für unsere Tätigkeiten und Ziele interessieren.

20170410200103-mitgliederversammlung.jpg Im Jahr 2016 konnte im Bereich „Hilfe zur Selbsthilfe“ in Afrika sehr viel bewegt werden. So wurde die neue Realschule in Sandogo mit Verwaltungsgebäude, Bibliothek und Toilettenanlage für insgesamt 90.676 Euro fertiggestellt, davon hat das BMZ in Bonn 64.897 Euro bezahlt hat. Das Entwicklungsprojekt für „Junge, alleinerziehende Mütter“ in Uganda hat die SEZ in Stuttgart mit 4.250 Euro gefördert. So mussten wir für Ersteres nur 26% und für Letzteres sogar nur 15% beisteuern. Alle anderen Hilfsprojekte wurden von uns zu 100% mit Spendengeld finanziert.

Gliedert man die Verwendung der Geldspenden und öffentlichen Zuschüsse geographisch, erhielt Burkina Faso mit 106 T€ den Löwenanteil, danach folgen die Ukraine mit 65 T€, für das übrige Südosteuropa 24 T€, Uganda mit 14 T€, Burundi und Togo mit je 9 T€. Daneben wurden für das Projekt 'Behindertenhilfe in Entwicklungsländern 35 T€ verwendet.

Nach meinem Bericht erklärten unsere Projektmanager den Mitgliedern in Wort und Bild die jeweilige, teilweise schwierige, politische Situation in den Ländern und zeigten in Bildberichten die in 2016 abgeschlossenen bzw. laufenden Projekte.

Der stellvertr.Vorsitzende Bernhard Schilling schilderte die Lage in Ungarn und Serbien und erklärte die ergriffenen Hilfsmaßnahmen bei der extremen Kälte in Januar und Februar. In vielen Haushalten war sowohl die Heizung (falls vorhanden) als auch die Wasserversorgung ausgefallen.

20170410200020-mitgliederversammlung.jpg Der stellvertr.Vorsitzende Hans-Peter Dentler berichtete kurz über den Versand von 9 Schiffscontainern Behindertenhilfsmittel nach Sri Lanka, Peru, Burkina Faso, Äthiopien und Thailand. Aber auch von seiner Verteilreise vom 11. Januar bis 18. März 2017 in Peru und Bolivien in berührenden Worten und Bildern.

Afrika-Koordinator Dr. Rolf Pflücke zeigte Fotos von seinen beiden Inspektionsreisen nach Burkina Faso im Juni 2016 und Februar 2017 und erzählte über den riesigen Erfolg der 5.000 Bauersfamilien in und um Komki, den ihnen der neue Staudamm (den wir mit dem BMZ 2015 bauten) beschert hat. Das aufgestaute Wasser reichte nicht nur im Stausee, sondern auch in den bis zu 1km entfernt liegenden Tiefbrunnen fast bis zur nächsten Regenzeit im Mai 2016. Damit können bis zu drei Gemüseernten erreicht werden, was zu einer erheblichen Versorgungsverbesserung mit Nahrungsmitteln in der Bevölkerung führt. Genau so wichtig ist, dass die Männer jetzt wieder eine Lebensperspektive - das ganze Jahr über Beschäftigung auf den Feldern und bei der Vermarktung der Ernteüberschüsse - gefunden haben.

20170410200009-mitgliederversammlung.jpg Unser Mitglied Stéphane Souli managte den Bau des Realschulzentrums in seiner afrikanischen Heimat in Sandogo/Burkina Faso. Er zeigte den hochinteressierten Mitgliedern, wie ein Schulbau in Afrika von Beginn an vonstatten geht mit sehr massiven Stahlbeton-Fundamenten und Ringankern und mit selbst gefertigten Hohlblocksteinen. Die Älteren unter uns fühlten sich dabei in die Zeit nach dem Krieg bei uns erinnert. Die anschließende kurze Diskussion über den Zweck der Förderung der Schulbildung in Afrika ergab zwei Ergebnisse: Auch wenn die jungen Menschen dann mal nach Norden ziehen, ist es besser wenn sie Englisch oder Französisch können und zum anderen ist es erwiesen, dass Mädchen mit Schulbildung bedeutend weniger Kinder bekommen und dies somit das erfolgreichste Programm gegen Hunger ist.

Anschließend präsentierte ich in Vertretung der Dres. Evelyn und Wolfgang Herz den Bericht über ihre Hilfsprojekte in Burundi - im Waisenkinderdorf, der Unterstützung der Frauenhäuser für verstoßene Mütter und dem Sonntagsessen für Straßenkinder -, da diese mit bei einer Studienreise im Iran unterwegs sind. Sorgen machen ihnen der Streit in der Politik, mit Gewalt und Hungersnot in Burundi.

Zum Schluss berichtete Charly Bechle über seine Hilfsprojekte mit dem Verein Kyamulibwa Anti-Aids Program (KAP), einem gemeinnützigen, eingetragenen Verein in Uganda, bei dem er dem Verwaltungsrat angehört. Diese Initiative hat sich aus einer Patenschaft entwickelt und umfasst heute genossenschaftlich organisierte Landwirtschaft, Wasserbewirtschaftung der Anpflanzungen, Wiederauf-forstung und Unterrichtung der Jugend zur Aidsvorsorge.

Im Punkt „Verschiedenes“ erklärte ich die hohe Arbeitsbelastung der Vorstandsmitglieder durch die erhebliche Ausweitung der Hilfsprojekte und bat dringend um Unterstützung. Es wäre sehr wünschens-wert wenn noch mehr Mitglieder selbständig Verantwortung übernehmen würden, wie dies in manchen Bereichen schon der Fall ist und wofür ich sehr dankbar bin.

Bernhard Schilling meinte es wäre gut, wenn sich das eine oder andere Projektteam, vielleicht auch mit Schülern, herausbilden würde, welche durch Straßenfestaktionen oder Tombolas für den Verein Werbung betreiben, aber auch Spenden generieren könnten.

Hans-Peter Dentler hat in der Rollstuhlwerkstatt in Karlsruhe genügend Mitarbeiter aber oft zu wenig Arbeit für sie. Also sollten wir in unserer Region schauen, dass von Pflegeheimen oder Sanitätshäusern gebrauchte Behindertenhilfsmittel abgeholt und nach Karlsruhe gefahren werden. Außerdem sollen mehr Umbauten, z.B. an Rollatoren für gehbehinderte Kinder, vorgenommen werden. Auch würden seine Mitarbeiter jederzeit uns zur Verladung von LKW’s (z.B. von Schul- oder Krankenhausausstattung in Karlsruhe) vormittags zur Verfügung stehen.

Waghäusel, 12. April 2017

Manfred Rölleke, Vorsitzender

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8:00 bis 12:00 Uhr
wo: Weiherweg 22, 68794 Oberhausen-Rheinhausen
Bei der nächsten großen Sammelaktion bitten wir wieder um gute, gebrauchsfähige Sachspenden. Technische Geräte sollten den aktuellen Standards entsprechen, denn sonst lohnen die Transportkosten nicht. Wir bringen Ihre Sachspenden direkt zu bedürftigen Menschen in Südosteuropa!
Große Sachspendensammlung
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