"Konvoi der Hoffnung Oberhausen-Rheinhausen e.V."
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Ostkongo - Wo Frauen Freiwild sind

Rolf Pflücke (c) Mai 2018

Auf meiner Reise in den Ostkongo lernte ich die Helfer von APPROVI kennen. Sie kümmern sich um zahllose junge Frauen, die meisten Opfer von Vergewaltigungen. Der Verein hat seinen Sitz in der Stadt Kindu (Maniema) und erhält vom Konvoi-der-Hoffnung immer wieder Hilfe.

Das Hinterland von Kindu war lange Durchzuggebiet von marodierenden Söldnergruppen und Banden. Die Hauptstadt Kinshasa ist 2000 Km ent-fernt und der Arm des Gesetzes reicht nicht bis hierher. Und die Polizei ist korrupt. Für viele Misshandelten ist Approvi zur Zuflucht geworden.

Vor kurzem schickte mir Imani, der Leiter der kleinen Hilfsorganisation, wieder eine Liste von Gewaltopfern. Für die meisten von ihnen ein Licht-blick: Sein Team lässt sie zu Schneiderinnen ausbilden. Denn mit diesem Beruf – und einer Nähmaschine - können sie sich und ihre Kinder ernähren.

Den Mädchen fällt es schwer, ihre tragischen Geschichten zu erzählen.

Zadia: „Ich wurde mit 16 von fünf Mai-Mai-Rebellen vergewaltigt. Meine Eltern brachten mich ins Hospital und die Behand-lung dauerte viele Wochen. Denn mein Unterleib war voller Fisteln, die operiert werden mussten. Ich habe trotzdem einen Mann gefunden, der mich heiratete. Aber wegen der Schmerzen, die ich dauernd hatte, nahm er sich eine andere und verließ mich. Jetzt will ich mir als Nähe-rin ein neues Leben aufbauen“.

Appoline: Ihre Mutter wurde 2016 totgefahren. Ihr Vater starb ein Jahr später an einer unbehandelten Cholera. Die Siebzehnjährige ließ sich mit Männern ein, die sie aushielten. Sie holte sich dabei eine Infektion, die mit Hilfe der Kirche behandelt und ausgeheilt wurde.

Madeleine: Sie wurde von einem burundischen Soldaten der Blauhelmtruppe vergewaltigt. Aufgrund ihrer Anzeige wurde ein Dossier erstellt, aber der Fall zieht sich seit langem hin. So wandte sie sich an Approvi mit der Bitte um diese Lehre.

Charlotte: „Meine Familie lebt in einem entfernten Dorf, sie sind Hirten. Ich bin sehr fromm und in der Kirche sang ich im Upendo-Chor. Aber der Chorleiter hat mich mit 16 Jahren vergewaltigt. Er ist jetzt im Gefängnis von Kindu. Aber nach dem Skandal musste ich das Dorf verlassen und will jetzt hier bei Approvi Schneiderin werden“.

Nur 14 Fälle von hunderten, aber jeder auf seine Weise tragisch.

APPROVI, ‚Association pour la Protection et la Promotion de la Vie‘ auf deutsch: ‚Verein zum Schutz und Förderung des Lebens‘ bittet den KONVOI um Spenden für die 14 Vergewaltigungs-Opfer.

Schon 100 € pro Person reichen für die zweimonatige Ausbildung, die Verpflegung und Unterkunft. Mit weiteren 130 € kann eine indische Tret-Nähmaschine für jedes Mädchen gekauft werden. 230 € für eine bessere Zukunft! Stichwort: Schneiderlehre Kongo

Bilder von der Abschluss-Prüfung des vorjährigen Kurses (2017-2018):

Terminkalender:

Große Sachspendensammlung
wann: 30.06.2018
8:00 bis 12:00 Uhr
wo: Weiherweg 22, 68794 Oberhausen-Rheinhausen
Bei der nächsten großen Sammelaktion bitten wir wieder um gute, gebrauchsfähige Sachspenden. Technische Geräte sollten den aktuellen Standards entsprechen, denn sonst lohnen die Transportkosten nicht. Wir bringen Ihre Sachspenden direkt zu bedürftigen Menschen in Südosteuropa!

Spendenkonten:

Volksbank Bruhrain-Kraich-Hardt eG:
IBAN:
DE08 6639 1600 0010 6262 00
BIC: GENODE61ORH
Sparkasse Karlsruhe-Ettlingen:
IBAN:
DE86 6605 0101 0203 1558 09
BIC: KARSDE66XXX
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