Archiv für August 2009

18.08.2009 | Dr. Pflücke eroiert Hilfe in China

Unser Afrika-Koordinator, Dr. Rolf Pflücke, ist für drei Wochen nach China geflogen. Zusammen mit einer früheren Kollegin, Gisela Mahlmann – Ex-China-Korrespondentin im ZDF, besucht er zunächst die Wüstenstädte an der Wüste Gobi. Frau Mahlmann gründete dort bereits ein Schul- und Studium-Projekt für arme Dorfkinder, das wir mit 200 Euro unterstützen. Danach geht es per Flugzeug, Bahn und Bus weiter Richtung Westen bis Peking. Der Rückflug ist am 2.9. geplant.

Vor seiner Abreise berichtete Dr. Pflücke von seiner vierten Reise in „unser“ Dorf Bantougdo in Burkina Faso und den laufenden Hilfsaktionen:

Die 2.000 Euro, die für das beschädigte Schuldach vorgesehen waren, hat er den Verantwortlichen dort hinterlassen, um die weiterführende Schule um- und auszubauen. Mit zunehmenden Schülerzahlen, die ja von uns ausdrücklich gefördert werden, wurde der Platz viel zu eng. Eine Erweiterung ist dringend notwendig. Er hatte erreicht, dass UNICEF Ougadougou das Schuldach der relativ „neuen“ Grundschule schnellstens auf ihre Kosten erneuert. Es war, wie berichtet, von einem schweren Sturm Mitte Juli weg gerissen worden.

Auch für die Bestellung des Schulgartens ist gesorgt sowie für die Anpflanzung der restlichen Mango-Setzlinge aus dem Aufforstungsprogramm durch das ‚Groupement Song Taaba‘. Dafür wurden 200 Euro überlassen.

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Ab Beginn der Trockenzeit (Oktober) werden 15-25 interessierte Frauen zwecks Alphabetisierung die Schulbank drücken. Mr. Prosper und Mme. Francois werden die Gruppe zusammenstellen und einen Lehrer verpflichten.

Der Chef-Krankenpfleger Mr. Guébré hat Geld für ein neues Entbindungsbett bekommen. Frau Trapp von der Missionsgruppe Ketsch spendete spontan das nötige Geld, als Dr. Pflücke das Foto des jetzigen Zustands während unseres internen Info-Abends zeigte. Herzlichen Dank.

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Auch hat Dr. Pflücke bei seiner Frau, die in Burkina Faso für die GTZ Eschborn arbeitet, Geld für die Transitkosten des von der Familie Baz gespendeten „Krankenwagens“ von Ghana nach Bantougdo in Burkina Faso hinterlegt. Dieser wird voraussichtlich Anfang September im Hafen Tema (Ghana) eintreffen. Wir können nur hoffen, dass das Auto mit Inhalt gut am Bestimmungsort ankommt.

Dr. Pflücke wird am 23.10. wieder nach Burkina Faso fliegen und sich und uns (die Spenderinnen und Spender) über den Entwicklungs-Fortschritt unserer „Hilfe zur Selbsthilfe“ informieren. Herzlichen Dank für seinen unermüdlichen Einsatz, zumal er seine Reisekosten immer aus eigener Tasche bezahlt!

09.08.2009 | Pro Afrika – Contra Abwrackprämie

PKW-Kombi wird als Krankenwagen in Burkina Faso eingesetzt

Der Afrika-Koordinator des Konvoi der Hoffnung, Dr. Rolf Pflücke, berichtete nach seiner letzten Reise in das Dorf Bantougdo in Burkina Faso im Mai, wie dringlich ein Krankenwagen dort gebraucht würde. „Die nächste Klinik liegt 50 km entfernt und wenn es in unserer Krankenstation oder im Entbindungshaus dort zu Komplikationen kommt, sind die Menschen tot, bis sie im Eselskarren dort ankommen“. Herr Abdulkadir Baz griff den Gedanken sofort auf und spendete einen gut erhaltenen Mercedes-Kombi älteren Baujahrs für diesen Zweck. Er betreibt in Kirrlach eine Autowerkstatt und richtet mit einem Mitarbeiter gebrauchte, aber auch Oldtimer-Autos wieder her.
Jetzt haben unsere zwei Freunde aus Burkina Faso, Stephane Souli (Apotheker) und seine Frau Francine Tatio (Ärztin) bei einer feierlichen Übergabe das Auto entgegengenommen Danach wurde es in Oberhausen bis unters Dach mit medizinisch-technischen Hilfsgütern beladen und von den beiden Afrikanern nach Hamburg gefahren. Dort wird es im Freihafen auf ein Schiff geladen und nach Afrika gebracht.
Herzlichen Dank Herrn Baz und seiner Familie für diese großartige Spende! Symbolisch wurde ihm dafür von Manfred Rölleke, dem stellvertretenden Vorsitzenden vom Konvoi-Team, eine türkische 50 Kurus-Münze (im Wert von 25 Cent) überreicht.
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Im Bild v.r.n.l.: Frau Baz, Herren Souli, Baz und Rölleke.
Besten Dank auch unserem Bundestagsabgeordneten, Olav Gutting, der 300 Euro zu den Transportkosten für das Auto nach Afrika beisteuerte.

02.08.2009 | Behindertenhilfe in Südamerika

Inzwischen ist unser 3. Welt-Koordinator Hans-Peter Dentler nach neun Wochen direkter Behindertenhilfe sehr müde aber gesund aus Südamerika zurück gekehrt.Zunächst wurden im Frühjahr zwei große Schiffscontainer an unserer Rollstuhlwerkstatt in Karlsruhe-Oberreut mit gebrauchten/reparierten Hilfsmitteln geladen. Für den einen Container nach Peru zahlte die Fa. Vogelsitze, für den zweiten nach Bolivien zahlte die GTZ in Eschborn die Frachtkosten. Herzlichen Dank! Sofort nach seiner Ankunft hat er mit Unterstützung von Caritas del Peru 194 Rollstühle, 55 Toilettenstühle, 84 Gehhilfen, 57 Paar Krücken, 4 Kinderwagen, 15 Dekubitusmatratzen und vieles mehr an behinderte Menschen in Peru verteilt. Dazu kamen noch verschiedene Spezialanfertigungen sowie eine mobile Küche für eine sehr arme Familie als Hilfe zur Selbsthilfe. Damit kann die Mutter warmes Essen verkaufen und etwas dazu verdienen. Hier nur einige von fast 800 Digitalfotos aus den beiden Verteilaktionen.Peru 1 0609Peru 2 0609Peru 3 0609Peru 4 0609Peru 5 0609Peru 6 0609Peru 7 0609Peru 8 0609Peru 9 0609

Nach Leerung des Peru-Containers flog er sofort weiter nach Bolivien, wo inzwischen der zweite Container eingetroffen war. Leider ging es dort mit der Entzollung nicht so reibungslos, so dass Hans-Peter Dentler wertvolle Zeit verlor. Dennoch ließ er sich nicht entmutigen und startete nach der Zoll-Freigabe sofort mit der Verteilung der Hilfsgüter: 200 Rollstühle, 40 Toilettenstühle, 70 Gehhilfen, 70 Paar Krücken, 15 Dekubitusmatratzen, 30 Prothesen und vieles mehr.Bolivien 1 0709Bolivien 2 0709Bolivien 3 0709Bolivien 4 0709Bolivien 5 0709Bolivien 6 0709Bolivien 7 0709Bolivien 8 0709Bolivien 9 0709Bolivien 10 0709Bolivien 11 0709

Somit konnte wieder rund 1.000 behinderten Menschen direkt geholfen werden, ihre Lebensqualität etwas zu verbessern. Herzlichen Dank allen Spendern, den Geld- wie den Sachspendern, allen freiwilligen Mitarbeitern in der Rollstuhlwerkstatt und allen, die zum Gelingen dieser gewaltigen Hilfsaktion in irgend einer Weise beigetragen haben.

Nicht genug gedankt werden kann unserem 3.Welt-Koordinator, Hans-Peter Dentler, dass er diese Strapazen aus reiner Nächstenliebe wieder auf sich genommen hat. Dazu kommt ja noch, dass er – wie immer – seine Reisekosten aus eigener Tasche bezahlt hat.


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