13.04.2009 | Dr. Pflücke aus Burkina Faso zurück!
Unser Afrika-Koordinator, der pensionierte Fernsehjournalist Dr. Rolf Pflücke, kam letzte Woche gesund aus Burkina Faso zurück!
Hier Teile seines Berichtes: Die Trockenzeit geht ihrem Höhepunkt entgegen. 40° und oft auch 50° sind keine Seltenheit und die Einheimischen haben damit ähnliche Probleme wie wir. Das Leben beginnt am frühen Morgen und erstirbt gegen Mittag, um dann drei Stunden vor Sonnenuntergang noch einmal Fahrt aufzunehmen.
80 Kinder der Oberschule von Bantogodo bekommen mit dem Spendengeld vom Konvoi der Hoffnung ab 1. April eine feste Mahlzeit. Ab nächster Woche bekommen 249 Kinder der Grundschule (von insgesamt 776) ebenfalls eine warme Mahlzeit. Die Kinder kommen von weit her aus der Savanne, oft ohne Proviant von zuhause. Viele sind Waisenkinder.
Ich habe für beide Schulen 26 Säcke Reis, 80 Liter Speiseöl, 100 Sardinendosen und Spaghetti gekauft. Dies sollte bis zum Beginn der Regenzeit (große Ferien) reichen. Die Eltern müssen etwas Gemüse beisteuern. Tomaten gibt es ja genug in den Gärten rund um den See. Wir wollen ja schließlich nur Hilfe zur Selbsthilfe leisten!
Dazu habe ich zwei Ökoherde mit großem Kessel und zwei große Wasserfilter gekauft. Die neuen Ökoherde schaffen nicht nur Arbeit für geschickte junge Männer, sondern verbrauchen auch 40% weniger Brennstoffe, die üblicherweise Frauen und Kinder herbeischaffen müssen.
Jede Schule hat für die Kinder ein Wasserfass aus Oberhausen bekommen. Aber das Wasser aus unseren Tiefbrunnen muss gefiltert werden, weil es nicht frei von Parasiten ist.
Ab der Regenzeit werden die Schulgärten wieder bepflanzt. Für Saatgut und Pflänzlinge werde ich bei meiner nächsten Reise im Mai sorgen. Dann wird auch entschieden wie viele Fahrräder und für welche Kinder angeschafft werden. Natürlich bekommen nur die Kinder eines, die den weitesten Weg haben. Ein solides „Velo“ kostet dort nur 50-60 Euro.
Hier zeigt uns der Bürgermeister gerade den 5-Jahresplan und beklagt, dass er zu wenig Geld von der Regierung für seine „Schäfchen“ bekommt.
Wir danken Herrn Dr. Pflücke und seiner Frau für die Unterstützung unserer Hilfsorganisation und die hervorragende Arbeit vor Ort ganz herzlich.













