Trotz der frühen Sammlung in diesem Jahr (24. Januar) bekamen wir rund 500 Kartons gute Baby-, Kinder- und Erwachsenenkleidung, Bettwäsche und Schuhe, viele Werkzeuge und Gartengeräte, Koch- und Küchengeräte, 7 Fahrräder für Groß und Klein, 5 Rollstühle, 5 Rollatoren, 2 Heimtrainer, 9 Paar Krücken, 1 Kinderwagen, viele Medikamente, Lebensmittel, Babynahrung (vom Globus Wiesental) und Toilettenartikel, ca. 100 Brillen, 4 Nähmaschinen, Nähsachen und Wolle, 6 Kartons Schreibwaren für Kinder, 1 große Schultafel und vieles mehr was wir gar nicht alles im Einzelnen aufzählen können.
Herzlichen Dank allen Spendern, dem THW Oberhausen und unseren freiwilligen Mitarbeitern um Otto und Traude Fischer: Emma Albert, Barbara Eicher, Sabrina Horn, Judith Jungkind, unseren beiden Jüngsten von der Realschule Philippsburg Nicole Blüm und Jasmin Hoffmann, Helmut Gramlich, Hans Müller, Peter Pelz, Manfred Rölleke und Ludwig Zimmermann. Besonders auch dem THW Oberhausen, die uns noch am Samstagnachmittag 7 gute Schreibtische, 3 Beistelltische und die dazugehörigen Bürostühle, gestiftet von der Volksbank Bruhrain-Kraich-Hardt (Zweigstelle Forst) ablieferten. Die Sachen gehen noch diese Woche mit anderen Industriespenden zu den ehemaligen Banater Schwaben, den kleinen Ort mit dem deutschen Namen Tirol in Rumänien.
Als Frachtkostenanteil bekamen wir 680 Euro und zusätzlich noch 640 Euro zweckgebunden für unsere Direkthilfe in Afrika und Peru. Die Landesstiftung Baden-Württemberg wird den Transport ebenfalls wieder bezuschussen. Herzlichen Dank allen Spendern!
Für uns und unsere Spender hat sich der Einbau des zweiten Tores als Ausfahrtstor durch den Landkreis als eine sehr große Erleichterung herausgestellt und bewährt. Dadurch konnten wir und die Schrottverwerter vom Landkreis im Recyclinghof reibungslos unsere Arbeit bewältigen ohne uns gegenseitig zu behindern. Herzlichen Dank den Verantwortlichen vom Landkreis und des Landratsamtes Karlsruhe.
Hilfe für Afrika ist uns ein ganz großes Anliegen! Denn wenn wir in Europa in Ruhe leben wollen, müssen wir den Afrikanern helfen, sich selbst zu einem besseren Leben in ihrer Heimat zu verhelfen. Also Hilfe zur Selbsthilfe tut dringend Not! Andernfalls werden wir in Europa von Bootsflüchtlingen „überschwemmt“ werden.
Dabei müssen wir bei Kindern und Jugendlichen anfangen. Nur wenn wir dafür sorgen, dass sie in einem geordneten Umfeld aufwachsen und eine gute Ausbildung geniesen, können sie sich später eine eigene Existenz aufbauen und dem verheerenden Kreislauf der chronischen Armut in ihrer Heimat entgegen wirken.
Deshalb unterstützen wir mit Ihren Geldspenden folgende Selbsthilfe-Projekte:
Es gibt in Afrika zig-tausende Kindersoldaten, die von den Rebellenarmeen von der Straße weggefangen und zum töten und foltern von Menschen missbraucht werden. Sie brauchen nach Ihrem Trauma psychologische Betreuung um die Schrecken des Krieges zu überwinden und Ausbildung, damit sie sich ihre eigene Existenz aufbauen können.
Wir unterstützen auch die Straßenmütter in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba. Oft selbst noch Kinder werden sie missbraucht und zu Müttern gemacht. Sie irren mit ihrem Baby auf den Straßen von Addis Abeba umher auf der Suche nach Hilfe. Wir geben ihnen für acht Monate Unterkunft und Verpflegung. So lernen sie ihre Kinder in Liebe anzunehmen und zu versorgen. Die jungen Mütter bekommen außerdem eine Ausbildung, damit sie sich mit ihren Kindern später eine eigene Existenz aufbauen können.
In Afrika fehlt es oft an Wasser, um die jungen Anpflanzungen über die Trockenperiode zu bringen. Esel helfen den Bauern das nötige Nass herbeizuschaffen. So bekommen sie reichere Ernten und können Gemüse auf dem Markt verkaufen, um mit den Einnahmen ihren Kindern eine Ausbildung bezahlen zu können. Dieses Pilotprojekt in Burkina Faso was sehr erfolgreich und wird mit je 58 Euro pro Esel weiterhin unterstützt.
Mit Unterstützung der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit (SEZ) lassen wir in Burkina Faso, in Dörfern südlich der Sahelzone, Brunnen bauen. Denn bisher mussten die Frauen und Kinder dort 6 bis 8 Kilometer lange Fußmärsche zum nächsten Brunnen machen und die schwere Last auf dem Kopf nach Hause tragen. Da blieb den Kindern keine Zeit mehr in die Schule zu gehen. Die mechanische Pumpe hat einen langen Schwengel und ist auch von Kindern leicht zu bedienen.
Wussten Sie schon, dass Sie heute für nur 50 Euro einen Menschen von der schrecklichen Lepra oder ein Kind von der ähnlich verlaufenden Buruli-Erkrankung heilen lassen können? Wir arbeiten mit der Deutschen Lepra- und Tuberkelose Gesellschaft sehr eng zusammen, um mit Ihren Spenden viele Menschen zu retten und ihnen eine gesicherte Zukunft zu geben.
Spenden Sie bitte für eine bessere Zukunft der Menschen in Afrika!
Spendenkonten: Volksbank Bruhrain, Kraich, Hardt Nr. 10626200, BLZ 66391600; Sparkasse Karlsruhe Nr. 203155809, BLZ 66050101.
Unser Koordinator für die sog. 3. Welt, Hans-Peter Dentler, kam erst kurz vor Weihnachten aus Ruanda zurück. Durch die politischen Wirren mit der Rep.Kongo kam unser Container mit Rollstühlen und Gehhilfen, den wir schon am 28. August abgeschickt hatten, mit erheblicher Verspätung erst am 28. November in Kigali an. Dazu kamen Probleme bei der Verteilung der Hilfsgüter durch Ausgangssperre, fehlenden Treibstoff und unterbrochener Stromversorgung. Als wieder Treibstoff zur Verfügung stand, brach die Stromversorgung zusammen, so dass er seinen gemieteten Lieferwagen nicht betanken konnte.
„Trotzdem konnten wir mehr als 350 behinderten und 600 armen Menschen in Ruanda eine direkte Hilfe zukommen lassen“, sagte Hans-Peter Dentler nach seiner Rückkehr. „Dem Innenministerium Rheinland-Pfalz, das die Transportkosten des Containers bezahlte, dem Partnerschaftsbüro in Kigali, den vielen Spendern, sowie allen beteiligten Menschen die zum Gelingen des Projektes beigetragen haben, möchte ich meinen besonderen Dank für ihre Hilfe und Unterstützung aussprechen“, bemerkte Hans-Peter Dentler weiter.
Nochfolgend einige Bilder und Berichte über die geleistete Hilfe, speziell über nachhaltige und wiederholte Hilfsmaßnahmen. Insgesamt wurden 114 Rollstühle für Kinder und Erwachsene, 20 Toilettenstühle, 142 Paar Krücken, 85 Gehstöcke, 12 Krücken mit Vierfuß, 43 Rollatoren, 5 Behinderten-Kinderwagen, 2 Dekubitusmatratzen, 600 gebrauchte Brillen und 20 Beinprothesen verteilt. Es würde zu weit führen auch dazu die Fotos hier zu zeigen.
Unser 3. Welt Koordinator, Hans-Peter Dentler, kommt in die Jahre und möchte aus gesundheitlichen Gründen etwas kürzer treten. Er organisiert seit fast 10 Jahren die Reparatur, den Versand und die Verteilung von Rollstühlen, Gehhilfen und anderen orthopädischen Hilfsmitteln direkt vor Ort an die bedürftigen Menschen. Außerdem koordiniert er während seiner mehrwöchigen Aufenthalte dort spezielle, dringend erforderliche Verbesserungsmaßnahmen, sogar kleinere Renovierungs- und Bauprojekte.
Schwerpunkte seiner Arbeit liegen momentan in Peru, Bolivien, Ruanda, Kenia und Sri Lanka. Wir verschicken pro Jahr 4-5 Schiffscontainer mit reparierten/gereinigten Geräten und er reist zwecks Verteilung nach, sobald diese am Bestimmungsort eingetroffen sind. Die gebrauchten Gerätschaften werden uns von Reha-Zentren, Krankenkassen, Alters- und Pflegeheimen und der Industrie (besonders auch neue Ersatzteile) zur Verfügung gestellt.
So hat er bis jetzt schon über 9.000 behinderten und/oder kranken Menschen direkt vor Ort zu etwas mehr Mobilität und Lebensqualität verholfen. Er ist in seinem ersten Beruf Elektrotechniker und in seinem zweiten Beruf Naturheilpraktiker, spricht drei oder vier Fremdsprachen und ist damit natürlich für diese Art von Aufgaben sehr gut geeignet. Dazu kommt noch, dass er alle seine Reisekosten aus eigener Tasche (von seiner Rente!) bezahlt. Wer hat Interesse, Ausbildung und die finanzielle Ausstattung zunächst mit ihm zu reisen und später einmal diese ehrenvolle Aufgabe zu übernehmen?
Die Ausbildung würde zunächst durch „mitreisen“ in die fernen Länder erfolgen. Wir sind auch sicher, dass es sehr schwer sein wird Jemanden mit exakt seinen Voraussetzungen und Idealen zu finden. Wir könnten uns deshalb auch eine Arbeitsteilung vorstellen, falls die Vorraussetzungen nicht alle von einer Person erfüllt werden können. Denn wir müssen und wollen seine Projekte zugunsten der „Ärmsten der Armen“ in der 3. Welt irgendwie weiterführen.
Es wäre auch geradezu frevelhaft, wenn man die vielen, relativ guten Hilfsmittel, die in unserem Gesundheitssystem nicht mehr gebraucht werden, verschrotten würde anstatt sie denen zu bringen, die keine Hilfe von Ihrem Staat erwarten können.
Der nahe Wohnort des gesuchten Kandidaten in der Gegend von Karlsruhe wäre nicht so wichtig, weil er sich speziell auf die Reise-/Verteilungstätigkeit konzentrieren sollte. Die Organisation der Reparaturen/Verladungen in/von unserer Werkstatt/Lager in Karlsruhe-Oberreut können wir durch unser freiwilliges Personal von hier aus bewerkstelligen.
Bitte melden Sie sich bei Eignung und Interesse bei: MRoelleke@t-online. de.
Wir Westeuropäer können es wohl nicht für möglich halten, dass 70 km südöstlich vom Urlauberparadies Plattensee, heute mehr denn je, bittere Armut herrscht. Ungarn ist ja seit dem 1. Mai 2004 EU-Mitglied und startete damals als „EU-Tiger“, als eines der zuversichtlichsten Staaten bei der EU-Osterweiterung. Heute ist das Land wirtschaftlich und sozial weit hinter den Erwartungen, aber auch Staaten wie Polen, Slowakei und Slowenien, zurückgeblieben. Im Jahr 2007 registrierte das Land die niedrigste Wachstumsrate und die höchste Inflation innerhalb der EU.Einzige Wasserversorgung im Dorf.
Diese Gegend war früher fast ausschließlich von den sogenannten Donau-Schwaben besiedelt, Deutschen, die vor rund 200 Jahren dort hin ausgewandert waren. Heute wohnen nur noch wenige dort, da die meisten nach dem 2. Weltkrieg zwangsweise ihre Heimat verlassen mussten. Stattdessen wurden nach dem Krieg Zigeuner und andere ungarischen Staatsbürger dort angesiedelt, die man aus Rumänien vertrieben hatte.
Unser Osteuropa-Koordinator Bernhard Schilling, der seit vier Jahren in dieser Gegend lebt, berichtet uns von schlimmen Zuständen.
Er organisiert von dort aus die Hilfslieferungen der Hilfsorganisation Konvoi der Hoffnung nach Ungarn, Rumänien, Kroatien, Serbien und die Ukraine. Auch transportiert er selbst anlässlich seiner Aufenthalte in Karlsruhe jeweils rund 1.500 kg Hilfsgüter in seinen Wohnort und die nähere Umgebung.
Rechtzeitig vor Weihnachten konnte am 16. Dez. 2008 die Verteilung von Kinderkleidung im Dorf Mucsi (rund 500 Einwohner, 30 % Arbeitslosigkeit, ärmstes Dorf des Komitats Tolnau) erfolgen. Die Einladung erfolgte durch den örtlichen Kindergarten. Besonders gefragt waren warme Anoraks, Handtücher, Bettwäsche, Unterwäsche und Kinderschuhe. Aufgrund der großen Nachfrage wurde spontan am 20. Dezember 2008 die Aktion wiederholt.
Die Menschen warten vor dem Kindergarten auf die Verteilung der Kinderkleidung:
Drinnen wird schon das Passende herausgesucht.
Am 19. Dez. 2008 fand die alljährliche Weihnachtsfeier im Kindergarten statt, bei der sich Erzieherinnen und Kinder ganz herzlich für die Hilfe bedankten.
B.Schilling überreicht hier der Kindergartenleiterin 100 Euro in bar für die dringendsten Anschaffungen.
Seit etwa einem halben Jahr bekommt auch die Familie V. Unterstützung. Herr V. ohne Schulabschluss und Beruf wurde mit 18 Jahren Vater eines Kindes, auch die Mutter hat keine Arbeit und ist genauso alt. Sie wohnten bis jetzt bei seinem Vater mit den übrigen acht Geschwistern, doch müssen die Drei das Haus aus Platzmangel nun verlassen. Eine neue Bleibe gibt es zwar bereits, der Zustand ist aber fast nicht beschreibungsfähig. Das Haus verfügt weder über Wasser noch Abwasseranschluss, ein Ofenrohr für den defekten Ofen im Zimmer fehlt; genauso wie nötiges Brennholz. Schrank, Tisch, Stühle usw. = Fehlanzeige.
In das Haus unten zieht die junge Familie am 03.01.2009 ein und bringt nur die persönliche Kleidung mit. Jetzt eine Liste aufzustellen, was diese Familie benötigt, wäre sehr zeitraubend, denn die brauchen einfach alles. Auch sind dringend erforderliche Reparaturmaßnahmen durchzuführen, sobald der Frost nachlässt. Da ist dann vor allem einfaches Handwerkszeug aber auch PVC-Boden, Tapete und Farbe gefragt, wie im unteren Bild zu sehen ist.
Da dies nur ein Beispiel von vielen ist, planen wir eine komplette LKW-Ladung Hilfsgüter noch im Januar in dieses Gebiet auf den Weg zu bringen.