Artikel gespeichert unter „Bolivien“

02.08.2009 | Behindertenhilfe in Südamerika

Inzwischen ist unser 3. Welt-Koordinator Hans-Peter Dentler nach neun Wochen direkter Behindertenhilfe sehr müde aber gesund aus Südamerika zurück gekehrt.Zunächst wurden im Frühjahr zwei große Schiffscontainer an unserer Rollstuhlwerkstatt in Karlsruhe-Oberreut mit gebrauchten/reparierten Hilfsmitteln geladen. Für den einen Container nach Peru zahlte die Fa. Vogelsitze, für den zweiten nach Bolivien zahlte die GTZ in Eschborn die Frachtkosten. Herzlichen Dank! Sofort nach seiner Ankunft hat er mit Unterstützung von Caritas del Peru 194 Rollstühle, 55 Toilettenstühle, 84 Gehhilfen, 57 Paar Krücken, 4 Kinderwagen, 15 Dekubitusmatratzen und vieles mehr an behinderte Menschen in Peru verteilt. Dazu kamen noch verschiedene Spezialanfertigungen sowie eine mobile Küche für eine sehr arme Familie als Hilfe zur Selbsthilfe. Damit kann die Mutter warmes Essen verkaufen und etwas dazu verdienen. Hier nur einige von fast 800 Digitalfotos aus den beiden Verteilaktionen.Peru 1 0609Peru 2 0609Peru 3 0609Peru 4 0609Peru 5 0609Peru 6 0609Peru 7 0609Peru 8 0609Peru 9 0609

Nach Leerung des Peru-Containers flog er sofort weiter nach Bolivien, wo inzwischen der zweite Container eingetroffen war. Leider ging es dort mit der Entzollung nicht so reibungslos, so dass Hans-Peter Dentler wertvolle Zeit verlor. Dennoch ließ er sich nicht entmutigen und startete nach der Zoll-Freigabe sofort mit der Verteilung der Hilfsgüter: 200 Rollstühle, 40 Toilettenstühle, 70 Gehhilfen, 70 Paar Krücken, 15 Dekubitusmatratzen, 30 Prothesen und vieles mehr.Bolivien 1 0709Bolivien 2 0709Bolivien 3 0709Bolivien 4 0709Bolivien 5 0709Bolivien 6 0709Bolivien 7 0709Bolivien 8 0709Bolivien 9 0709Bolivien 10 0709Bolivien 11 0709

Somit konnte wieder rund 1.000 behinderten Menschen direkt geholfen werden, ihre Lebensqualität etwas zu verbessern. Herzlichen Dank allen Spendern, den Geld- wie den Sachspendern, allen freiwilligen Mitarbeitern in der Rollstuhlwerkstatt und allen, die zum Gelingen dieser gewaltigen Hilfsaktion in irgend einer Weise beigetragen haben.

Nicht genug gedankt werden kann unserem 3.Welt-Koordinator, Hans-Peter Dentler, dass er diese Strapazen aus reiner Nächstenliebe wieder auf sich genommen hat. Dazu kommt ja noch, dass er – wie immer – seine Reisekosten aus eigener Tasche bezahlt hat.

07.01.2009 | Reisender in Sachen Nächstenliebe dringend gesucht!

Unser 3. Welt Koordinator, Hans-Peter Dentler, kommt in die Jahre und möchte aus gesundheitlichen Gründen etwas kürzer treten. Er organisiert seit fast 10 Jahren die Reparatur, den Versand und die Verteilung von Rollstühlen, Gehhilfen und anderen orthopädischen Hilfsmitteln direkt vor Ort an die bedürftigen Menschen. Außerdem koordiniert er während seiner mehrwöchigen Aufenthalte dort spezielle, dringend erforderliche Verbesserungsmaßnahmen, sogar kleinere Renovierungs- und Bauprojekte.

Schwerpunkte seiner Arbeit liegen momentan in Peru, Bolivien, Ruanda, Kenia und Sri Lanka. Wir verschicken pro Jahr 4-5 Schiffscontainer mit reparierten/gereinigten Geräten und er reist zwecks Verteilung nach, sobald diese am Bestimmungsort eingetroffen sind. Die gebrauchten Gerätschaften werden uns von Reha-Zentren, Krankenkassen, Alters- und Pflegeheimen und der Industrie (besonders auch neue Ersatzteile) zur Verfügung gestellt.

So hat er bis jetzt schon über 9.000 behinderten und/oder kranken Menschen direkt vor Ort zu etwas mehr Mobilität und Lebensqualität verholfen. Er ist in seinem ersten Beruf Elektrotechniker und in seinem zweiten Beruf Naturheilpraktiker, spricht drei oder vier Fremdsprachen und ist damit natürlich für diese Art von Aufgaben sehr gut geeignet. Dazu kommt noch, dass er alle seine Reisekosten aus eigener Tasche (von seiner Rente!) bezahlt.
Wer hat Interesse, Ausbildung und die finanzielle Ausstattung zunächst mit ihm zu reisen und später einmal diese ehrenvolle Aufgabe zu übernehmen?

Die Ausbildung würde zunächst durch „mitreisen“ in die fernen Länder erfolgen. Wir sind auch sicher, dass es sehr schwer sein wird Jemanden mit exakt seinen Voraussetzungen und Idealen zu finden. Wir könnten uns deshalb auch eine Arbeitsteilung vorstellen, falls die Vorraussetzungen nicht alle von einer Person erfüllt werden können. Denn wir müssen und wollen seine Projekte zugunsten der „Ärmsten der Armen“ in der 3. Welt irgendwie weiterführen.

Es wäre auch geradezu frevelhaft, wenn man die vielen, relativ guten Hilfsmittel, die in unserem Gesundheitssystem nicht mehr gebraucht werden, verschrotten würde anstatt sie denen zu bringen, die keine Hilfe von Ihrem Staat erwarten können.

Der nahe Wohnort des gesuchten Kandidaten in der Gegend von Karlsruhe wäre nicht so wichtig, weil er sich speziell auf die Reise-/Verteilungstätigkeit konzentrieren sollte. Die Organisation der Reparaturen/Verladungen in/von unserer Werkstatt/Lager in Karlsruhe-Oberreut können wir durch unser freiwilliges Personal von hier aus bewerkstelligen.

Bitte melden Sie sich bei Eignung und Interesse bei: MRoelleke@t-online. de.

17.08.2008 | Sehr erfolgreiche Bolivien-Hilfe

Hans-Peter Dentler hat vom 6. Juli bis 6. August in und um Santa Cruz/Bolivien einen 12-Meter Schiffscontainer voll Hilfsmittel an die Ärmsten der Armen verteilt und in Peru die Planung des nächsten Einsatzes vorbereitet.

„Mit diesem ersten Hilfstransport nach Bolivien konnten wir mehr als 500 behinderten Kindern und Erwachsenen direkte Hilfe zukommen lassen. Außerdem konnten wir dort mit Spendengeld verschiedene Projekte und Menschen in schwierigen Lebenslagen unterstützen“, sagte Hans-Peter Dentler nach seiner Rückkehr.

So kamen 200 Rollstühle, 30 Toilettenstühle, 70 Gehhilfen, 70 Paar Krücken, 15 Krücken mit 4-Füßen, 50 Gehstöcke, 5 Stehtische, 2 Heimtrainer, 10 Kindersitze, 10 Dekubitusmatratzen, 30 Prothesen, 2 Nähmaschinen, sowie 7 Kartons Ersatzteile für Rollstühle zur Verteilung. Hier nur einige von über 200 Bildern.
Bolivien Bild1 0708

Das nachfolgende Bild zeigt das 7-jährige Mädchen Flores Beizaga nach der Gehirntumoroperation. Wir berichteten bereits darüber bei der ersten Reise im März. Sie liegt leider immer noch im Koma (seit nunmehr 8 Monaten), ist stark wundgelegen und wurde deshalb unter anderem mit einer Dekubitusmatratze versorgt.

Bolivien Bild3 0708

Bolivien Bild4 0708Bolivien Bild5 0708Bolivien Bild6 0708Bolivien Bild7 0708Bolivien Bild8 0708Bolivien Bild9 0708Bolivien Bild10 0708Bolivien Bild11 0708


Aktuell

Themen

Nachrichten-Abo

Bleiben Sie auf dem Laufenden – per
E-Mail-Abo, Twitter oder RSS-Feed: