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Unser Koordinator für Behinderte in der 3. Welt, Hans-Peter Dentler, hat im März/April rund 500 behinderten Menschen direkt in Peru Hilfsmittel übergeben. Bereits am 29. November 2010 wurde der gebrauchte Kauf-Container mit 195 Rollstühlen, vielen Gehhilfen, 3-Rädern, Beatmungs-Geräten, Dekubitus-Matratzen und vielem mehr von seiner Rollstuhlwerkstatt in Karlsruhe-Oberreut verschickt. Herzlichen Dank allen Spendern und den freiwilligen Mitarbeitern, sowie Caritas del Peru für die großartige Unterstützung dieser Hilfsaktion!
Mit einem LKW der Caritas del Peru, Fahrer und Helfer bereiste er sowohl den Norden (Chyclayo, Yurimaguas, Cajamarca, Huacho-Chancay) und den Süden des Landes (Cusco, Ayaviri, Pulo-Juliaca, Juli), um seine Hilfe „an den Mann“ zu bringen. Hier sind einige beeindruckende Fotos seiner Hilfe:
Dieses 15-jährige Mädchen leidet an zunehmender Muskelschwäche und kann ohne Beatmungsgerät nicht leben. Sie war die letzten 4 Jahre an das stationäre Gerät des Krankenhauses angeschlossen und nicht mobil. Jetzt bekam sie ein mobiles Gerät und einen entsprechenden Rollstuhl (Bild unten), dass sie das Krankenhaus verlassen kann.
6-jähriges Mädchen, mit deformierten Beinen geboren, bekam Rollstuhl.
32-jährige Frau, durch Kinderlähmung mit 2 Monaten, an beiden Beinen gelähmt, bekam einen Rollstuhl.
Bei der Verteilaktion vom Caritas-Lager Peru bekamen viele behinderte Kinder vom Großraum Peru Rollstuhle oder Gehhilfen.
5-jähriger Junge mit Glasknochen-Erkrankung erhielt Kinder-Rollstuhl
Auch gebrauchte Hörgeräte finden bei Kindern und Erwachsenen dankbare Abnehmer.
Komplikationen bei der Geburt oder Kinderlähmung führen oft zu Behinderungen an denen die Menschen oft ein Leben lang ohne Hilfe oder Hilfsmittel leiden müssen.
Alte Leute erhalten mit Gehstöcken oder Gehböcken eine neue Lebensqualität.

Unsere Suche (siehe unten) wurde belohnt! Heute hat Frau Anke Groß aus Hambrücken diese Aufgabe übernommen. Herzlichen Dank für die Bereitschaft und das Engagement für die „Gute Sache“.
Konvoi sucht Pressereferent(in)
Die Erweiterung unserer Hilfsprojekte erfordert eine Neu-Verteilung der Aufgabenbereiche. Wir suchen auf ehrenamtlicher Basis eine(n) Pressereferent(in). Diese hoch interessante Aufgabe umfasst die wöchentliche Berichterstattung in den Mitteilungsblättern der Region, Pressemitteilungen und letztlich auch die Pflege unserer Internetseite. Dabei werden Sie laufend von unseren Auslands-Koordinatoren und Vorständen über die Aktivitäten in unserer Hilfsorganisation auf dem Laufenden gehalten. Interessierte an dieser anspruchsvollen Aufgabe wollen sich bitte bei den untenstehenden Kontakten melden.
Otto Fischer, Tel. 07254-2175
Manfred Rölleke, Tel. 07254-779770.
Unser Koordinator für Behindertenhilfe, Hans-Peter Dentler, benötigt für den nächsten Hilfsgütertransport nach Bolivien:
1 Computertomographen
1 Endoskop
Prothesen
Beatmungsgeräte
Kontakte: Tel. 07254-2175 (Otto Fischer)
Tel. 07254-779770 (Manfred Rölleke)
Seit rund einem Jahr läuft der Betrieb der Zweigstelle mit dem Namen „St.Martin“ in Mucsi, dem Wohnort unseres Osteuropa-Koordinators Bernhard Schilling. In zwei Räumen von zusammen ca. 26 m² werden die Waren präsentiert. Anfangs nur dafür gedacht, dass die Ortsbevölkerung sich benötigte Dinge aussuchen kann, kommen inzwischen Menschen auch aus Nachbardörfern. So sind 30 – 40 Personen und „Schlange stehen“ inzwischen an der Tagesordung. Aus diesem Grund wird jetzt auch zusätzlich zum Samstagvormittag am Freitagnachmittag ab 16.00 Uhr (mit Ausgabe von Babynahrung) geöffnet. Auch soll das weitere, zur Zeit als Lagerraum genutzte Zimmer von ca. 24 m², künftig der Ausstellung dienen, weil der Platz einfach zu eng ist. So wird künftig eine ständige kleine „Kinderabteilung“ mit Kinderkleidung und Spielsachen (für 2 – 6 jährige) das Sortiment ergänzen. Denn vor allem die Entwicklung der Intelligenz im Kleinkindalter durch geeignete Spielsachen ist hier zwar bekannt, jedoch mangels finanzieller Mittel meist nicht möglich. Kleidungsstücke werden inzwischen weitestgehend auf Kleiderbügel aufgehängt. Dies erleichtert den Überblick und das Suchen nach der passenden Größe. Auch Haushaltswaren erfreuen sich reger Nachfrage.
Die Armut auf dem Lande ist sehr groß, weil kaum Arbeitsplätze vorhanden sind. Ein Auto ist zu teuer, um den Weg zur Arbeit in die Stadt zurück zu legen und die öffentlichen Verkehrsmittel fahren nur selten. Seit neuestem gibt es Arbeitslosengeld auch nur noch für drei Monate!
Freitags gibt es Babynahrung
Samstags ist „Markttag“
Tische, Regale und Kleiderstangen sind hergerichtet für den Ansturm:





Seit einer halben Stunde stehen die Ersten an
Der Sturm beginnt
Passts oder passt es nicht?
Schuhe: Mehr als 4 Personen auf 2 qm
Passen die Arbeitsschuhe auch?
„Abteilung“ Damenblusen und Röcke
Es gibt auch Geschirr und Gläser
Ohne Worte
Anprobe
Die neue Bluse wird bewundert
…und es gab sogar einen Drucker für den Computer!
Diesen Teil Ungarns und von der Hauptstadt Budapest sehen unsere Pauschaltouristen und Thermalbadbesucher aus Deutschland leider nicht:

Samstag große Sammelaktion; nächsten Freitag alles ausgeliefert! Das nennt man schnellen Lagerumschlag.
Bei der Sammelaktion am 9. April wurden uns ca. 1.000 Kartons mit Baby-, Kinder- und Erwachsenenkleidung, Bettwäsche und Schuhe gebracht. Dazu kamen viele Werkzeuge, Elektro- und Gartengeräte, Küchenausstattung, Fahrräder für Groß und Klein, Kinderwagen, Kinderbetten und vieles mehr was wir gar nicht alles im Einzelnen aufzählen können.
Unser Team mit Emma Albert und Alois Bräutigam (Oberhausen), Barbara Eicher und Claudia Romstein (Huttenheim), Sabrina Horn, Karl Hahn und Jürgen Jurkowitz (Philippsburg), Helmut Gramlich (Bad-Schönborn), Dieter Kling (Bruchsal), sowie die drei Siebtklässler der Realschule Philippsburg, Luisa Weyand, Andi Fuchs und Oguzhan Eray, hatten wieder alle Hände voll zu tun, die Spenden entgegenzunehmen, zu ordnen und zum Teil neu zu verpacken. 





Bei dieser Sammelaktion war auch unser Osteuropa-Koordinator Bernhard Schilling mit Renate Hille anwesend, um ihren 4-Meter-Hänger mit dringend gebrauchten Hilfsgütern für Ungarn zu beladen. 
Schon am Samstag davor haben Margot und Jürgen Jurkowitz viele Stunden vorhandene Sachspenden verpackt und die Halle aufgeräumt, um Platz für die Sammelaktion zu schaffen.
Herzlichen Dank allen Mitarbeitern und vor allem den Spendern für Ihren Transportkostenanteil von 1.596,16 Euro und zusätzlich 990 Euro für unsere direkte Hilfe in Burkina Faso und Kongo mit Dr. Rolf Pflücke sowie die Behindertenhilfe in der 3. Welt mit Hans-Peter Dentler.
Nicht nur einzelne Bürger spenden sondern auch Gruppen und Schulen, wie z.B. der Eltern-Kind-Treff Oberhausen-Rheinhausen. Nach einem sehr erfolgreichen Flohmarkt für Baby- und Kinderkleidung spenden die Damen schon seit Jahren was übrig blieb dem Konvoi der Hoffnung. Dabei sind das nicht nur sehr gute Sachen sondern sie verpacken auch noch alles mit viel Liebe und Energie, damit die bedürftigen Empfänger eine Freude daran haben.
Und auch die Schüler der Grundschule Altlussheim haben schöne Sachen gespendet. Herzlichen Dank auch diesen beiden Spendergruppen!
Letzte Woche wurden dann gleich drei Lieferungen Hilfsgütern auf den Weg gebracht. Am Donnerstag die gesammelten Hilfsgüter ins Banat nach Rumänien sowie ein LKW mit OP- und Einmal-Handschuhen für die Katastrophenhilfe von HUMEDICA-International und am Freitag 20 Tonnen Baustoffe sowie 35 Schultische und 70 Stühle zu den sog. Donauschwaben nach Ungarn. 






Herzlichen Dank unseren Verladeteams mit Heinrich Brand, Alois Bräutigam, Paul Breitner, Alfred Ebner, Joachim Engelberger, Karl Hahn, Jürgen Jurkowitz, Hubert Moos, Dieter Notheisen, Peter Pelz, Günter Pietsch, und Albrecht Hartkorn, verstärkt durch Werner Bohn und Mitarbeiter Helmut Hrina mit Gabelstapler.
Der Weg zu ihrer Lehmhütte führt durch dichtes Gestrüpp. Durch die Savanne, an Affenbrotbäumen vorbei und trockenem Buschwerk, dann haben wir’s geschafft.
Pauline (oder Lalé, wie sie hier genannt wird) hat vor drei Jahren ihren Mann verloren. Er war an einer tückischen Malaria Tropica erkrankt. Als er in die entlegene Krankenstation kam, konnte ihm keiner mehr helfen. Sein Grab liegt im Schatten eines mächtigen Karitébaums.
Lehrer Leonard unterrichtet in der nahen Dorfschule die vierte Klasse. Als ich ihm von den Schülern im bayrischen Bruck erzähle, die Geld für ein Eselgespann gesammelt haben, führte er mich zur Hütte der armen Frau, einer Bäuerin.
Brütende Hitze liegt über dem Land, die Trockenzeit geht ihrem Höhepunkt entgegen.
Aus einem Brunnenloch schöpfen Kinder auf abenteuerliche Weise Wasser: Wenn eines von ihnen ausrutscht und ins 35 m tiefe Loch fällt ist es verloren!
Das Wasser ist für eine nahe Lehmziegelei bestimmt. Während der heißen Monate, wenn auf den Feldern keine Arbeit ist, bessern die Dorfbewohner ihre Hütten aus oder bauen an, für die erwachsenen Kinder. Und das tun sie in Gemeinschaftsarbeit, jeder hilft jedem.
Doch in diesem Falle leisten die Kinder Frondienst; sie schaffen die Wasserkanister heran, graben den Lehm aus, formen Ziegel und legen sie in die Sonne zum Trocknen.
Kinderarbeit ist in Afrika alltäglich; vor allem die Mädchen müssen von klein auf mit ihren Müttern schuften. Teil einer biblischen Rollenverteilung zwischen Mann und Frau, die sich nur mühsam überwinden lässt.
Die Witwe kann ihr Glück nicht fassen: Da gibt es Kinder in einem anderen Land, die ihr ein Eselgespann schenken wollen?! Hier in der Savanne sind alle so arm, dass es nichts zu schenken gibt. Für einen Esel allein müssen die Leute drei Jahre sparen und für den Karren noch einmal fünf. Aber wer so ein Gespann hat, ist im Dorf angesehen, er kann für andere Lasten transportieren – und sich selbst ein schönes Zubrot verdienen.
Das Hirsefeld der Witwe liegt weitab von Ihrer Hütte; zur Aussaat in der Regenzeit muss sie fünf Kilometer radeln – mit dem Vierjährigen auf dem Gepäckträger, eine Stunde hin und eine zurück.
Als wir ihr dann auch noch einen Sack Reis aus dem Kofferraum holen, ist Lalés Glück vollkommen: Lehrer Leonard hatte mir erzählt, dass die Vorräte in ihrem Hirsespeicher zu Ende gehen, die vier Kinder kriegen nur einmal am Tag zu essen.
Fünf Tage später: Der Esel ist gefunden, ein tüchtiges und gesundes Langohr.
Lalé ist 45 und doch wie eine alte, ausgemergelte Frau. Die Zähne fallen ihr aus, sie sieht nicht mehr gut und auf einem Bein hinkt sie. Das Leben hier draußen ist eine einzige Mühsal. Ohne Mann vier Kinder großziehen und sie alle in die Schule schicken – das kostet Kraft!
Am Nachmittag wird auch der Eisenkarren angeliefert, solide und mit Gummirädern. Im Nu ist der Esel gezäumt, es geht los.
Zum ersten mal in ihrem Leben fährt Lalé ein eigenes Gespann.
So haben Schüler aus dem fernen Bruck eine arme Familie in Afrika glücklich gemacht. Und mir, dem dem Mann vom KONVOI-der-HOFFNUNG, eine schöne Geschichte beschert.
Rolf Pflücke © 2011