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17.05.2009 | Viele Aktionen im Mai

In den ersten zwei Mai-Wochen haben wir zwei Verladungen durchgeführt. Dazwischen haben wir noch die große Sammelaktion am 9. Mai und das Hoffest der Kulturen am Muttertag, dem 10.Mai, bei der Spedition BAZ in Waghäusel bewältigen müssen.

Die erste Verladung ging am 6. Mai an das Straßenkinderheim in Rumänien. Die zweite Verladung ging am 15. Mai an das Johanniter Krankenhaus in Nordost-Ungarn, wo auch über 300 Waisenkinder, die fast alle aus der Ukraine stammen, täglich versorgt werden müssen. Besten Dank an die Landesstiftung Baden-Württemberg für Erstattung der Hälfte der Transportkosten für beide Transporte.

Hier einige Bild-Impressionen unserer zahlreichen Aktivitäten:

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Das Team bei der Verladung nach Rumänien, wo Werner Bohn auch eine wertvolle Sähmaschine mitgegeben hat, obere Reihe v.l.n.r., Alex Albert im Hintergrund, Hans Müller, der ungarische Fahrer und Werner Bohn. Untere Reihe v.l.n.r., Helmut Hrina, Peter Pelz, Manfred Rölleke, Helmut Gramlich, Alois Bräutigam, Günter Holl, Stefan Alt und Albrecht Hartkorn. Nicht im Bild Heinrich Brand.

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Hier das Team nach der Verladung nach Ungarn, v.l.n.r mit dem ungarischen Fahrer, Ludwig Zimmermann, Manfred Rölleke, Peter Pelz, Helmut Gramlich, Andreas Böser, Alois Bräutigam und Helmut Hrina. Nicht im Bild Alex Albert. Andreas Böser und Helmut Hrina, zwei Mitarbeiter von Werner Bohn, die er uns dankenswerter Weise für die Verladung mit Gabelstapler zur Verfügung stellte.

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Nun geht unser herzlichster Dank an Frau Ebru Baz und ihr ganzes Team, die am Muttertag ein tolles Fest der Kulturen zugunsten der Hilfsaktionen vom Konvoi der Hoffnung veranstaltet haben. Frau Baz konnte dann bereits am 12. Mai den stolzen Betrag von 2.000 Euro an Otto Fischer und Manfred Rölleke überreichen.

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Im Bild oben unsere Mitarbeiterin Judith Jungkind (links) mit Frau Baz vor unserem Informationsstand. Im unteren Bild Frau Baz bei der Überreichung des Spendenschecks an unsere Vorstandschaft.

 

Das war aber noch lange nicht alles:

Zur Zeit verteilt unser 3.Welt-Koordinator, Hans-Peter Dentler, einen großen Schiffscontainer Rollstühle und Gehhilfen in Peru und gleich anschließend einen weiteren Großcontainer, der momentan noch unterwegs ist, in Bolivien an die „Ärmsten der Armen“.

Auch unser Afrika-Koordinator, Dr. Rolf Pflücke befindet sich zur Zeit wieder in Burkina Faso um Schulspeisungen und sauberes Trinkwasser für mehr als 800 Schüler/-innen zu organisieren.

Nähere Informationen dazu nach der – hoffentlich gesunden – Rückkehr unserer beiden „Weltreisenden“.

 

Doch eines möchten wir heute wieder einmal herausstreichen: Beide zahlen ihre gesamten Reisekosten aus der eigenen Tasche, wie auch alle unsere Mitarbeiter alle Auslagen selbst bezahlen, so dass bei uns Ihre Spenden zu 100 % für direkte Hilfen verwendet werden können.

Nochmals herzlichen Dank allen Spendern, besonders auch unserem gesamten Team für diese tolle Leistung in dieser kurzen Zeitspanne.

02.02.2009 | Im Januar 3 Großlastzüge voll Hilfsgüter

Zwischen dem 14. und dem 29. Januar 2009 sind nach Ungarn und Rumänien drei große Lastzüge voll Hilfsgüter und Industriespenden geliefert worden. Der erste LKW mit Baumaterialien von der Fa. BaumitBayosan in Landsberg wurde nach Högyesz/Ungarn geliefert.

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Dazu kam noch ein weiterer LKW mit Industriespenden und dem Rest unserer Sammelaktion vom November dazu, der je zur Hälfte nach Högyesz und Bonyhad in Ungarn ging. In der Bildmitte unten sieht man auch den dankbaren Bürgermeister von Högyesz, Laszlo Gyetvai, mithelfen beim entladen. Die vielen Spenden, vor allem ein dringend benötigtes Krankenbett für das Altenheim der Gemeinde, werden von den beiden Frauen des Sozialdienstes gesichtet und anschließend an bedürftige Menschen verteilt. Die zweite Hälfte der Ladung wurde in Bonyhad der Katholischen Kirchengemeinde übergeben. Hier wird Pfarrer Joszef Erb mit Unterstützung seines Pfarrgemeinderates die Verteilung organisieren. Auch ca. 13.000 Gläschen Babynahrung von der Fa. Sunval in Waghäusel werden im Komitat Tolnau von hier aus verteilt.

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Im Bild oben freut sich schon eine Kindergartengruppe über die gespendete Zahnpasta, Zahnbürsten und Shampoo für Kinder vom dm-markt Waghäusel.

Der dritte Lastzug wurde am Donnerstag, dem 29. Januar,  mit Hilfsgütern aus unserer Sammlung vom 24. Januar beladen und an Humanitas Bocsa und das Schwesternhaus im Ort Tirol in Rumänien geliefert. Humanitas betreut ein Heim für obdachlose Kinder, eine Sonderschule, ein Krankenhaus, den Behinderten-Verein den Kindergarten und rund 500 Familien mit sozialen Problemen in Bocsa und Umgebung. Außerdem im nahen Resita ein Altersheim, den Verein für obdachlose Kinder und den Behinderten-Verein. Unser Koordinator für Osteuropa, Bernhard Schilling, und die Verantwortlichen von Humanitas, Herrn Grecu und Schwester Katharina, haben also viele Abnehmer für die vielen guten Spenden. Schwester Katharina und Schwester Gertrud, zwei deutsche Ordensfrauen, freuten sich riesig über die Hilfe in ihrem Kampf gegen die Armut in diesem, von Minderheiten bewohnten, wohl ärmsten Landstrich Rumäniens.

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Im Bild oben unsere freiwilligen Mitarbeiter v.r.n.l. Günter Pietsch, Erich Hoffner, Günter Holl, (oben Mitte der LKW-Fahrer aus Ungarn), Peter Pelz, Stefan Alt, Helmut Schuhmacher, Hans Müller, Manfred Rölleke und Helmut Gramlich. Heinrich Brand ist leider nicht auf dem Bild.

Der LKW wurde bereits am Samstag, den 31.1., entladen und bedürftige Kinder mit „neuer“ Kleidung versorgt.

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An den Frachtkosten aller drei Lieferungen beteiligt sich die Landesstiftung Baden-Württemberg wieder mit 50%. Herzlichen Dank der Fa. BaumitBayosan, der Fa. Peek & Cloppenburg, der Fa. Sunval, der Fa. Adler-Werkzeuge, dem dm-markt, dem Globus Wiesental, allen Spendern und allen, die zum gelingen dieser Hilfsaktionen beigetragen haben!

10.07.2008 | Hilfstransport nach Rumänien

Am letzten Dienstag wurde der LKW für Humanitas Bocsa in Rumänien mit allerlei Hilfsgütern aus unserer letzten Sammelaktion verladen. Humanitas betreut ein Heim für obdachlose Kinder, eine Sonderschule, ein Krankenhaus, den Behinderten-Verein, den Kindergarten und rund 500 Familien mit sozialen Problemen in Bocsa und Umgebung. Außerdem im nahen Resita ein Altersheim, den Verein für obdachlose Kinder und den Behinderten-Verein. Unser Koordinator für Osteuropa, Bernhard Schilling, und die Verantwortlichen von Humanitas, Herr Grecu und Schwester Katharina, haben also viele Abnehmer für die vielen guten Spenden. Dankenswerter Weise hat die Landesstiftung Baden-Württemberg wieder 50% der Frachtkosten übernommen. Nachfolgend Bilder von der Verladung.

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Ein herzliches Dankeschön unserem Verlade-Team, im Bild unten mit Fahrer Josef in der Mitte, und besonders den beiden Schülern der Realschule Philippsburg, Roman Rölleke und Marcel Dorfner.

Bereits in der Woche davor hat eine Firmgruppe aus Kirrlach geholfen, Sachen zu verpacken und für die Verladung zu richten. Auch ihnen herzlichen Dank! Im Bild die Firmgruppe mit der Firmbegleiterin Frau Lehmann (links) und Herrn Schuhmacher (rechts), als Vertreter der Eltern.

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02.07.2007 | Wieder erfolgreiche Sammelaktion für das „Banat“

Der Konvoi der Hoffnung, sagt ein herzliches Dankeschön für die großartige Unterstützung, bei der Sammelaktion, am Samstag, den 30. Juni 2007, für Mitmenschen in Bocsa und Tirol in Rumänien (am Fuße des Banater Gebirges), wo auch die Minderheit der Banater Schwaben lebt und wo noch fast 100 % Arbeitslosigkeit herrscht!

Sie vertrauten uns außerdem 2.005,01 Euro und 49,87 DM an, wovon wir 600 Euro zweckgebunden verwenden werden, u. zw. 300 Euro für junge Straßenmütter in Addis Abeba/Äthiopien, 200 Euro als Hilfe zur Selbsthilfe im Libanon und 100 Euro als Direkthilfe für die Sozialstation im Ort Tirol in Rumänien.

Besonders dankbar sind wir dieses Mal für 17 Paletten Babygläschen von der Fa. Sunval in Kirrlach, 28 Fahrräder, die haltbaren Lebensmittel, die vielen Windeleinlagen für Groß und Klein, mehrere Handys mit Ladegeräten, 150 Brillen, 12 Kartons sehr schöne, gestrickte Teppiche für Leprakranke, für die vielen Werkzeuge, Schrauben, Äxte, Beile, Hämmer, Sensen, usw. Auch haben wir 18 Kartons sehr gutes Geschirr, saubere Kochtöpfe und gut funktionierende, kleine Küchengeräte bekommen, die für das Kinderheim in Tirol/Rumänien dringend benötigt werden, weil dort die Kinder aus Mangel an Platz und Geschirr in Schichten essen müssen. Des weiteren haben wir 11 gute Kinderwagen & Buggys, sehr viele guten Schuhe, kleine Musikinstrumente (die ebenfalls dringend benötigt werden), 60 Kartons schöne und saubere Spielsachen, Plüschtiere, Metallautos, gute, ganze Spiele, Bau- und Legosteine, sowie viele Schreibwaren, Schulranzen, Toiletteartikel, Seifen, 6 Kartons Medikamente, 6 Paar Krücken, viele Briefmarken, mehrere Hörgeräte, viel gute Wolle, 5 Nähmaschinen, einen Hometrainer und ca. 500 Karton Baby-, Kinder-, Erwachsenenkleider und Wäsche, und vieles mehr, erhalten. Das alles wird unseren Mitmenschen in Rumänien wieder etwas Hoffnung und Mut für das Leben geben!

Alles abverlangt wurde unserem Vorstand mit Frau, Otto und Traude Fischer, sowie unseren Mitarbeiterinnen, Mitarbeitern und Schülerinnen & Schülern der Realschule Philippsburg.

Unsere Mitarbeiterinnen Frau Emma Albert (Oberhausen), Barbara Eicher & Claudia Romstein (Huttenheim) und Judith Jungkind (Rheinsheim – siehe Foto), Sammlung 30.6.07 003

mussten viele Spenden sortieren und aussortieren, weil wir eine Hilfsorganisation sind und kein Entsorger!

Voll zu tun hatten auch unsere Mitarbeiter Stefan Alt, Helmut Schuhmacher und Alois Bräutigam (Oberhausen), Helmut Gramlich (Bad Schönborn), und Ludwig Zimmermann (Wiesental), welche die Spenden entgegen nahmen und die Bananenkartons bis zu 14 Kartons hoch stapeln mussten! Manfred Rölleke aus Waghäusel stand interessierten Besuchern und Spendern am Informationsstand Rede und Antwort und hat zur Unterschriftenaktion für unser Aktionsbündnis gegen AIDS aufgerufen, damit Politiker und Pharmaindustrie endlich für geeignete und bezahlbare Medikamente, speziell für unschuldige, kranke Kinder, sorgen.

Sehr gut mitgearbeitet haben auch wieder die 5 Schülerinnen und Schüler der Realschule Philippsburg, Jasmin Hoffmann, Selina Nissel, Johanna Noack, Lavienne Meckes und Adrian Stahl (alle aus Oberhausen-Rheinhausen). Unermüdlich haben die Schülerinnen und Schüler mit den Transportwagen Sachspenden von den Autos der Spender beigeholt, was sehr gut ankam. Auch haben sie noch die Spielsachen und Kinderbücher sortiert. Herzlichen Dank! (Siehe Foto). Sammlung 30.6.07 005

Unsere nächste große Sammel-Aktion ist am Samstag, 1. September 2007!

Bitte unterstützen Sie uns dann wieder mit oben aufgeführten Sachen! Danke!

16.05.2007 | Erfolgreiche Sammelaktion für Not leidende Menschen in Rumänien

Der Konvoi der Hoffnung e. V. sagt ein herzliches Dankeschön für die großartige Unterstützung bei der Sammelaktion am Samstag, den 12. Mai 2007, für Mitmenschen in Bocsa/Rumänien, wo noch fast 100 % Arbeitslosigkeit herrscht!

Sie schenkten uns 1.939,85 Euro, wovon wir 300,– Euro der Sozialstation im Ort Tirol in Rumänien übergeben und mit dem restlichen Geld einen großen Teil der Transportkosten bezahlen.

Besonders dankbar sind wir dieses Mal für die vielen Fahrräder, die haltbaren Lebensmittel, sehr vielen Babygläschen von der Fa. Sunval in Kirrlach, die vielen Windeleinlagen für Groß und Klein, die Handys mit Ladegeräten, die Brillen, viele sehr schöne, gestrickte Teppiche für Leprakranke, für die vielen Werkzeuge, Schrauben, usw. Auch haben wir sehr gute, saubere Kochtöpfe und funktionierende, kleine Küchengeräte, gute Kinderwagen und Buggys, sehr viele gute und neue Schuhe, 1 Blockflöte (kleine Musikinstrumente werden dringend benötigt), viele schöne und saubere Spielsachen, Plüschtiere, gute, ganze Spiele, Schreibwaren, sehr viele Kugelschreiber, Schulranzen, Toilettenartikel, Seifen, Medikamente, Krücken, Briefmarken, Hörgeräte, gute Wolle, Nähmaschinen, einen Rollstuhl und ca. 700 Karton Baby-, Kinder- und Erwachsenenkleider erhalten. Das alles wird Babys, Kindern und erwachsenen Mitmenschen wieder etwas Hoffnung und Mut für das Leben geben können!

Alles abverlangt wurde unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Schülerinnen und Schülern der Realschule Philippsburg. Unsere Mitarbeiterinnen Emma Albert (Oberhausen), Barbara Eicher und Claudia Romstein (Huttenheim) sowie Judith Jungkind (Rheinsheim) mussten viele Spenden sortieren und aussortieren, weil wir eine Hilfsorganisation sind und kein Entsorger!

Voll zu tun hatten auch unsere Mitarbeiter Volker Barth (Neudorf), Helmut Gramlich (Bad Schönborn), Peter Pelz (Waghäusel), Helmut Stehli (Hambrücken), welche die Spenden entgegen nahmen und die Bananenkartons bis zu 14 Kartons hoch stapeln mussten!

Gut eingefügt haben sich auch die sieben Schülerinnen und Schüler der Realschule Philippsburg, Jasmin Hoffmann, Lavienne Meckes, Selina Nissel, Johanna Noack, Nicolai Ahr und Adrian Stahl (alle aus Oberhausen-Rheinhausen).

Sie übernahmen die Unterschriftenaktion für das Aktionsbündnis Landmine.de, das für ein totales Verbot von Streubomben eintritt, sodass wir jetzt insgesamt 796 Unterschriften zusammengebracht haben, die helfen werden, bundesweit die angestrebte Million Unterschriften vollzumachen.

Weiter haben die Schülerinnen und Schüler ununterbrochen mit den Wagen Sachspenden von den Autos der Spender beigeholt, was sehr gut ankam. Auch haben sie noch die Spielsachen sortiert. Herzlichen Dank! Ihre Klassenlehrerin staunte, wie die Kinder vier Stunden lang geschuftet haben und was da ablief.

Unsere Mitarbeiter Heinrich Brand, Günter Holl, Robert Keller und Günter Pietsch, haben schon letzten Donnerstag in Karlsruhe einen Container, hauptsächlich mit Rollstühlen aber auch anderen Behindertengeräten für Ruanda/Afrika verladen, wo unser Koordinator Hans-Peter Dentler den Mitmenschen dort wieder persönlich Hilfe bringen wird.

Unsere nächste große Sammelaktion ist am Samstag, den 30. Juni 2007! Bitte unterstützen Sie uns dann wieder mit oben aufgeführten Sachen! Danke!

15.05.2007 | Reisebericht über den Hilfstransport nach Tirol, Rumänien

Ende April erreichte ein Transport mit Hilfsgütern das Dorf Tirol in Rumänien.
Unser Kassier Bernhard Schilling war vor Ort. Er berichtet uns von der Reise und den sehr schwierigen Lebensbedingungen im Südwesten Rumäniens.

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Tirol, Rumänien – Hauptstraße nach Fises

Das Dorf Tirol liegt am Fuße des Banater Berglandes in Rumänien in der Nähe der Kleinstadt Bocsa. Wir haben noch etwa 400 km vor uns, da wir ja bereits in Südtransdanubien in Ungarn sind. Auf guten Straßen in Ungarn verläuft die Fahrt sehr zügig. In Szeged wird nochmals eingekauft. Waschpulver ist im Sonderangebot, auch Zahncreme, Seife, Shampoo und etwas Schokolade werden in den freien Nischen unseres Wohnmobils verstaut, so dass gerade noch etwas Platz zum Sitzen bleibt.

Die Zollkontrolle ist dank des EU-Beitritts von Rumänien inzwischen abgeschafft, der Blick in den Reisepass an der Grenze in Sekunden erledigt. Auf einer ebenfalls fast neuen Straße kommen wir nach Temesvar. Auch hier ist der Fortschritt schon spürbar, eine Unmenge von Autos in unterschiedlichem Erhaltungszustand versucht den Löchern in Straßen und Straßenbahnschienen auszuweichen. Wir fahren weiter Richtung Süden, noch etwa 80 km trennen uns von unserem Ziel und es ist bereits Abend.

Ein Blick auf die Landkarte zeigt, dass kurz vor Berzovia eine Nebenstraße abzweigt, die über Fises nach Tirol führt. Doch Schwester Katharina aus Tirol hat bereits einige Tage vor am Telefon gesagt, wir sollten diese „Straße“ nicht benutzen, denn es wäre ein nicht befestigter Feldweg von 14 km Länge. Da bereits die Nacht hereinbricht, als wir an diesen Abzweig kommen, entschließen wir uns für den Umweg über Bocsa und Doclin. In Bocsa verlassen wir die gute Hauptstraße und kaum zwei Kilometer später beginnt der Schlaglochmarathon. Inzwischen hat es etwas geregnet, Ausweichen ist in der Dunkelheit nicht mehr möglich; also Schrittgeschwindigkeit und Lenkrad festgehalten…

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Tirol, Rumänien – Kirche

Um 21.00 Uhr sind wir schließlich in Tirol. Straßennamen und Hausnummern sind Fehlanzeige. Wir fahren langsam durch das dunkle Dorf bis die befestigte Straße aufhört und der oben erwähnte Feldweg beginnt. Hier steht auch die Kirche, also kann das Pfarrhaus nicht weit sein. Da nirgends Licht brennt, „die Häuser bereits geschlossen wurden und die ‚Gehsteige eingeklappt‘ sind“, geht der Griff zum Handy, denn wir haben ja eine Telefonnummer. Doch unser Handy mit der SIM-Karte für außerhalb Deutschland versagt trotz vollem Akku den Dienst. Es gibt kein Funknetz. Erst mit dem Reservehandy ist außerhalb des Autos mitten auf dem Dorfplatz eine Verbindung möglich. Und zwei Minuten später begrüßt uns Schwester Katharina persönlich, denn wir stehen nur 50 m von dem kleinen Kloster entfernt.

Nach einem kurzen Abendessen wird noch ausgeladen, was wir mitgebracht haben, damit die Betten in unserem Wohnmobil ihrer vorgesehen Bestimmung dienen können. Am nächsten Vormittag soll es zum Haus der ASOCIATIA DE CARITATE HUMANITAS in Bocsa gehen. Dieser Verein wurde gleichzeitig mit dem Verein HUMANITAS HARTBERG (Österreich) gegründet und ist Träger für soziale Projekte, die finanziert mit Sach- und Geldspenden, hier durchgeführt werden. Auch der LKW-Transport des Konvoi der Hoffnung e. V. aus Oberhausen-Rheinhausen kam am vergangenen Freitag mit über 80 m³ Sachspenden hier an.

Bocsa ist eine Kleinstadt mit etwa 19.000 Einwohnern, darunter etwa 2.000 Sinti, die in einem eigenen Stadtteil leben. Im Jahr 2000 hat die letzte noch aktive Fabrik für Metallverarbeitung geschlossen. Die Arbeitslosigkeit erreichte damals ihren Höchststand mit nahezu 100 %. Heute gibt es einige handwerkliche Betriebe, es werden Häuser gebaut oder renoviert. Für eine Stadt, deren Einwohner vormals als gelernte oder ungelernte Arbeiter in der Fabrik ihrer Erwerbstätigkeit nachgingen, ist dies allerdings keineswegs ausreichend.

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Tirol, Rumänien – „Verkehr“ auf der Hauptstraße

Schwester Katharina fährt uns mit ihrem kleinen Auto die 18 km von Tirol nach Bocsa. Wir werden dort von Herrn Mircea Grecu, dem Leiter der Humanitas Bocsa, erwartet. Im Rahmen einer Besichtigung des Hauses stellt uns Herr Grecu die Arbeit des Vereins vor. Ein Arzt, der sich bereits in Rente befindet, hat ein kleines Behandlungszimmer, in dem Menschen ohne Krankenversicherung unentgeltlich behandelt werden können. Auch Medikamente werden hier ausgegeben. Die Medikamentenversorgung in Rumänien ist nicht kostenlos, es gibt Eigenanteile wie in Deutschland auch! Es gibt ein kleines Büro für Verwaltungsarbeiten oder auch zur Besprechung großer oder kleiner sozialer Probleme.

Über den Hinterhof gelangen wir zu einem weiteren Gebäude. Herr Grecu erklärt stolz, dass dieses Gebäude in Eigenleistung erstellt wurde. Im Erdgeschoß befindet sich die Kleiderkammer. Es gibt einen Lagerraum, in dem sich die Bananenkartons vom Konvoi der Hoffnung e. V. aus Oberhausen-Rheinhausen stapeln und auf Auspacken und Sortieren warten. In einem kleineren Raum davor, mit einfachen Holzregalen und Kleiderständern eingerichtet, erhalten Bedürftige gebrauchte Kleidungsstücke. Für die Kleidungsstücke muss man einen minimalen Betrag pro kg bezahlen, damit Missbrauch verhindert wird. Für die ganz Armen werden auch Kleidungsstücke kostenlos abgegeben, dies wird dann aber in einer Kartei registriert.

Über dem Lager und der Kleiderkammer ist ein großer Begegnungsraum mit einer kleinen Küchenzeile. Hier treffen sich nachmittags Schüler zum gemeinsamen Lernen und Spielen. Auch findet wöchentlich ein Gesprächsnachmittag für Sinti-Frauen statt. Auf diese Weise versuchen Herr Grecu und sein Team, die Probleme kennen zu lernen und für Abhilfe zu sorgen. Auch findet so eine soziale Weiterentwicklung statt.

Jetzt folgt der Ausflug in den Stadtteil der Sinti. Herr Grecu fährt mit dem Kleinbus der Humanitas. Er ist dort bei vielen Kindern gut bekannt und wird herzlich begrüßt. Es gibt keine Wasserversorgung, Frischwasser bekommt man aus dem Brunnen, von denen einige am Straßenrand stehen. Etliche Häuser, die wir sehen, sind allerdings in einem Zustand, dass man nach EU-Normen darin noch nicht mal Tiere halten dürfte! Die Humanitas verfolgt dort zurzeit ein Projekt, mit dem Material für Dächer finanziert wird, damit es nicht ständig durchregnet und die Häuser letztendlich einstürzen. Auch wurden in der Schule mit Spendengeldern aus Österreich Toiletten eingebaut.

Gegen Mittag verabschieden wir uns von Herrn Grecu mit der Zusage, dass dieser Transport nicht der letzte gewesen sein wird. Es geht weiter mit Schwester Katharina zum „Haus der Straßenkinder“.

Das Gebäude gehört der Stadt Bocsa. Diese stellt auch eine Leiterin und eine Köchin zur Verfügung. Das Objekt macht einen sauberen Eindruck, wenn auch die Ausstattung erheblich zu wünschen übrig lässt. Hierher kommen täglich –auch in den Ferien!- ca. 70 Kinder bereits morgens gegen 7.00 Uhr und können, abgesehen von der Unterrichtszeit, bis zum frühen Abend bleiben. Alle erhalten mittags eine warme Mahlzeit mit Suppe, Hauptgericht und Dessert. Gekocht werden aber rund 100 Portionen, da es auch regelmäßig weitere Kinder gibt, die nur zum Essen herkommen und nachmittags nicht bleiben. Und das Kochen geschieht auf zwei alten Küchenherden in normaler Haushaltsgröße. Selbst das Geschirr wird ausschließlich von Hand in einem Mini-Spülbecken gespült. Gegessen wird in drei Schichten, da weder die Sitzplätze im Speisesaal ausreichen noch genügend Geschirr und Besteck vorhanden ist. Die ganze Küche hat eine Größe von rund 8 m². Und da backt die Köchin auch noch Kuchen für das Dessert. Tischwäsche, Küchentücher etc. werden von ihr mit nach Hause genommen zum Waschen. Sie hat aber keine Waschmaschine, das geschieht ebenfalls in Handarbeit! Die Finanzierung der Lebensmittel erfolgt ausschließlich aus Spenden.

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Tirol, Rumänien – Schule

Es sind Kinder aus schwierigsten sozialen Verhältnissen. Schwester Katharina erzählt uns, dass beispielsweise erst vor wenigen Wochen ein vierzehnjähriges Mädchen vor der Tür stand, das von seinem Dorf 13 km zu Fuß gekommen ist. Es wurde dort über zwei Jahre von der eigenen Mutter zur Prostitution gezwungen, damit diese genügend Alkohol hatte. Das Mädchen wurde dann allerdings aus nahe liegenden Gründen in einem Heim in einer anderen Stadt untergebracht.

Arbeitslosigkeit, Alkohol, häusliche Gewalt usw. sind bei allen Kindern die Hintergründe, warum sie den Tag bzw. Nachmittag nicht zuhause verbringen können oder möchten. Sie erhalten so wenigstens eine ausreichende Mahlzeit am Tag und werden bei Hausarbeiten betreut. Ob sie überhaupt die Schulaufgaben machen dürften, wenn sie nach der Schule nach Hause gingen?

Nach dem Essen (Suppe, Sauerkrautwickel mit Polenta und einem kleinen Stück selbstgebackenen Kuchen) fährt uns Schwester Katharina wieder nach Tirol.

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Tirol, Rumänien – Kindergarten

Hier machen wir noch einen kleinen Rundgang durch das Dorf. Es ist alles sehr ärmlich, die Leute leben von dem, was der eigene Garten hergibt. Arbeiten gehen kann man nicht, es sei denn, man bekommt für drei Monate eine Anstellung in Österreich oder Deutschland. Im Kindergarten, der noch von 30 Kindern besucht wird, fehlen Scheiben und die Fenster schließen nicht mehr. Auch hier gibt es keine Wasserleitung.

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Tirol, Rumänien – Kindergarten

Schwester Katharina und ihre drei Mitschwestern versuchen alles, um mindestens den Kindern, die alle die Dorfschule besuchen, wenige Perspektiven zu eröffnen. So gibt es einen Schülerchor und eine Gitarrengruppe. Allerdings sind zuwenig Instrumente vorhanden. Auch sprechen die Kinder gut deutsch, da bis vor zwei Jahren in der Schule noch Deutsch unterrichtet wurde. Die wenigen deutschen Kinderbücher, die wir noch hatten, sind begehrt wie warme Semmeln.

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Tirol, Rumänien – Jugendkapelle

Am Abend wird dann noch die klostereigene Waschmaschine notdürftig repariert (das Modell ist mindestens 25 Jahre alt!), damit die Wäsche nicht mehr von Hand gewaschen werden muss.

So kommen wir auch hier nicht daran vorbei, unser Versprechen abzugeben, bestimmt wieder zu kommen. Am nächsten Morgen werden wir auf das Herzlichste verabschiedet. Dabei geht mir tagsüber dann ein Satz nicht mehr aus dem Sinn:

„Das mitgebrachte Waschpulver teilen wir in 1-kg-Pakete auf, damit alle Rentner ein Paket zu Weihnachten bekommen.“

15.01.2007 | Planungen und Ziele für 2007

In diesem Jahr hat für uns die Qualitätsverbesserung der Sachspenden erste Priorität, damit aus Spendenempfängern Freunde werden! Auch müssen wir verstärkt bei unseren Sachspendern das Bewusstsein wecken, dass wir dringend auf ihre finanzielle Unterstützung bei den Transportkosten angewiesen sind.

Wir haben wieder 6 große Sammelaktionen an folgenden Samstagen geplant:
17. März, 12. Mai, 30. Juni, Ende August/Anfang September, 2. Hälfte Oktober und 1. Dezember.

Wir sammeln für Mitmenschen in unserer Umgebung (Lebensmittel sogar wöchentlich), in Deutschland, Osteuropa (Ukraine, Rumänien, Weißrussland), Afrika, Peru, Südostasien. Die Kinder- und Jugenddörfer Klinge/Odenwald und Krizevci/Kroatien unterstützen wir mit Sachspenden und Geld; im Südlibanon können wir den Waisenkindern nur mit Geldspenden helfen, diese sind aber dringend notwendig. Ziel ist es, ihnen Heim und Ausbildung zu geben, damit diese als Erwachsene einmal selbständig im Leben bestehen können.

Auch haben wir bereits zwei Unterschriftenaktionen während unserer Sammlungen fest eingeplant:

  • Am 12. Mai werben wir für ein Verbot der Herstellung von Landminen und Splitterbomben!
  • Am 30. Juni für die Herstellung von Aidsmedikamenten (auch für Kinder) zu bezahlbaren Preisen in der so genannten 3. Welt.

Mit Geldspenden werden nicht nur die Transporte der Sachspenden mit Lastzügen, bzw. Schiffscontainern nach Osteuropa und in die 3. Welt bestritten. Wir haben uns auch zum Ziel gesetzt, wieder verstärkt folgende Hilfsprojekte in der 3. Welt zu unterstützen:

  • 50 junge Mädchen bzw. Mütter in Addis Abeba (Äthiopien), von der Straße zu holen, damit sie ihre Kinder annehmen und pflegen lernen und eine Ausbildung absolvieren, damit sie einmal selbständig im Leben bestehen können.
  • Wasser bedeutet in Afrika Leben für Menschen und Tiere! Wir möchten daher mindestens 3 Brunnen in Afrika bauen lassen. Auch sammeln wir weiter Brillen für Afrika und wir hoffen in diesem Jahr die 25-tausendste Brille zu bekommen.
  • Unser Koordinator für die so genannte 3. Welt, Hans-Peter Dentler, rettet jedes Jahr hunderte von Rollstühlen und anderen Gehhilfen vor dem verschrotten! Er repariert diese in einer ehemaligen Kirche in Oberreut. Dabei unterstützen ihn unsere Mitarbeiter aktiv. Dazu suchen wir noch einige Helfer, denn er will auch dieses Jahr wieder 3 bis 4 Container voll mit Rollstühlen und anderen Hilfsmitteln direkt an behinderte Mitmenschen in Afrika, Peru und Südostasien verteilen. Auch organisiert er mit unseren Spendengeldern gezielt Hilfsprojekte vor Ort und kontrolliert den Arbeitsfortschritt bei seinen sporadischen Besuchen.

Unsere Mitarbeiter tragen grundsätzlich ihre Kosten selbst und selbst Hans-Peter Dentler reist auf eigene Kosten, so dass wir wohl eine der wenigen Hilfsorganisationen sind, die alle Spendengelder immer komplett den Bedürftigen zuführt.


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