Artikel gespeichert unter „Sri Lanka“
Hans-Peter Dentler kam nach dreieinhalb Wochen Hilfstour durch Sri Lanka mit seiner Partnerin Elisabeth Kessler am 11. Februar wohlbehalten nach Hause zurück. Doch dieser (mittlerweile 8.) Hilfscontainer war nicht ohne Probleme beim Zoll frei zu bekommen, berichtete er. Der Krieg mit den Tamilen-Tigern im Norden des Landes wirft seine Schatten auch in die Hauptstadt Colombo und den gesamten Süden. Wohl deshalb mussten die beiden drei Tage lang Rede und Antwort stehen bis der Container in Colombo freigegeben wurde. Die Zollbehörden suchten nach geschmuggelten Waffen und Kampfmitteln, mussten sich aber geschlagen geben als bei der Entladung „nur“ Hilfsgüter zum Vorschein kamen.
Die Verteilung selbst ging dann ziemlich reibungslos vonstatten. Während der Überlandreise wurden die Orte Anamaduwa, Galgamuva, Horawala, Ragama, Moratuwa, Kalutara und Bandarawela angesteuert und den dortigen Behinderten die notwendige Hilfe überbracht. Ausgangspunkt war das Materiallager im Containerhafen von Moratuwa (30 km südlich von Colombo), in das der Container abgeladen wurde. Von dort ging es über Land Richtung Osten, dann nach Nordwesten bis Anuradhapura und dann an die Nordostküste bis Trincomalee. Weiter nördlich wäre es zu gefährlich gewesen, denn sie wollten nicht „zwischen die Fronten geraten“.

Dabei haben die u.a. 88 mitgeführten Rollstühle gar nicht ausgereicht, so dass Hans-Peter Dentler mit Spendengeldern noch elf weitere dazu kaufte und einen weiteren Spezial-Rollstuhl anfertigen ließ. Wie die folgenden Bilder zeigen fanden nicht nur die mitgelieferten Industrienähmschine, Brillen, Hörgeräte, Händy und Keyboard freudige Abnehmer. Auch mit Plüschtieren machten die beiden den Kindern eine riesige Freude.
Ad hoc ließ Hans-Peter Dentler auch in einem Heim für Schwerbehinderte – wegen der mangelhaften Hygiene – neue Fliesen im Krankensaal und den Duschräumen, sowie neue Türbeschläge anbringen. Außerdem kaufte er zwei Computeranlagen mit Internetzugang und Lern-CD, um den weniger behinderten Menschen etwas mehr Lebensqualität und -Freude zu bringen.
Hier einige Eindrücke von seiner Hilfsaktion:









Das Bild unten zeigt wie die Duschen in dem Heim für Schwerbehinderte vor der Renovierung aussahen. Das nächste Bild entstand nach der Renovation.


Die strukturierten Bodenfliesen im Behindertenheim lassen eine keimfreie Hygiene nicht zu. Deshalb ließ Hans-Peter Dentler neue, glatte Fliesen legen von denen Kot und Urin rückstandslos entfernt werden kann. Denn die Schwerstbehinderten liegen in Gitterbetten mit Bambusrost durch die sie alles auf den Boden durchfallen lassen.


Die behinderten Soldaten freuen sich über das Krafttrainingsgerät, das Familie Vandemeulebroucke aus Waghäusel spendete.







Unser 3. Welt Koordinator, Hans-Peter Dentler, kommt in die Jahre und möchte aus gesundheitlichen Gründen etwas kürzer treten. Er organisiert seit fast 10 Jahren die Reparatur, den Versand und die Verteilung von Rollstühlen, Gehhilfen und anderen orthopädischen Hilfsmitteln direkt vor Ort an die bedürftigen Menschen. Außerdem koordiniert er während seiner mehrwöchigen Aufenthalte dort spezielle, dringend erforderliche Verbesserungsmaßnahmen, sogar kleinere Renovierungs- und Bauprojekte.
Schwerpunkte seiner Arbeit liegen momentan in Peru, Bolivien, Ruanda, Kenia und Sri Lanka. Wir verschicken pro Jahr 4-5 Schiffscontainer mit reparierten/gereinigten Geräten und er reist zwecks Verteilung nach, sobald diese am Bestimmungsort eingetroffen sind. Die gebrauchten Gerätschaften werden uns von Reha-Zentren, Krankenkassen, Alters- und Pflegeheimen und der Industrie (besonders auch neue Ersatzteile) zur Verfügung gestellt.
So hat er bis jetzt schon über 9.000 behinderten und/oder kranken Menschen direkt vor Ort zu etwas mehr Mobilität und Lebensqualität verholfen. Er ist in seinem ersten Beruf Elektrotechniker und in seinem zweiten Beruf Naturheilpraktiker, spricht drei oder vier Fremdsprachen und ist damit natürlich für diese Art von Aufgaben sehr gut geeignet. Dazu kommt noch, dass er alle seine Reisekosten aus eigener Tasche (von seiner Rente!) bezahlt.
Wer hat Interesse, Ausbildung und die finanzielle Ausstattung zunächst mit ihm zu reisen und später einmal diese ehrenvolle Aufgabe zu übernehmen?
Die Ausbildung würde zunächst durch „mitreisen“ in die fernen Länder erfolgen. Wir sind auch sicher, dass es sehr schwer sein wird Jemanden mit exakt seinen Voraussetzungen und Idealen zu finden. Wir könnten uns deshalb auch eine Arbeitsteilung vorstellen, falls die Vorraussetzungen nicht alle von einer Person erfüllt werden können. Denn wir müssen und wollen seine Projekte zugunsten der „Ärmsten der Armen“ in der 3. Welt irgendwie weiterführen.
Es wäre auch geradezu frevelhaft, wenn man die vielen, relativ guten Hilfsmittel, die in unserem Gesundheitssystem nicht mehr gebraucht werden, verschrotten würde anstatt sie denen zu bringen, die keine Hilfe von Ihrem Staat erwarten können.
Der nahe Wohnort des gesuchten Kandidaten in der Gegend von Karlsruhe wäre nicht so wichtig, weil er sich speziell auf die Reise-/Verteilungstätigkeit konzentrieren sollte. Die Organisation der Reparaturen/Verladungen in/von unserer Werkstatt/Lager in Karlsruhe-Oberreut können wir durch unser freiwilliges Personal von hier aus bewerkstelligen.
Bitte melden Sie sich bei Eignung und Interesse bei: MRoelleke@t-online. de.
Während Hans-Peter Dentler in Ruanda noch Hilfsgüter an behinderte und kranke Menschen verteilt, haben wir heute schon den nächsten Schiffscontainer für Sri Lanka in Karlsruhe-Oberreut beladen und auf den Weg gebracht.Neben 80 gebrauchten, normalen Rollstühlen wurden 21 Spezial-Rollstühle, 60 Paar Krücken, 8 Vierfußkrücken, 52 Gehhilfen, 5 Beinprothesen, 5 Behinderten-Kinderwagen, 2 Behinderten-Räder, 5 Dekubitus-Matratzen, 500 gebrauchte Brillen, 5 Nähmaschinen, sowie 1 Hammondorgel und 1 Tonbandgerät für behinderte Jugendliche, aufgeladen.




Der Reparatur-Mannschaft und der Verlade-Mannschaft ein herzliches Dankeschön für ihre Mühe und den freiwilligen Dienst an den „Ärmsten der Armen“ in der so genannten 3. Welt. Mit diesen Hilfsaktionen kann Hans-Peter Dentler wieder vielen armen Menschen etwas Lebensqualität und Menschenwürde zurück geben.
Hans-Peter Dentler ist gesund und erfolgreich aus Sri Lanka zurückgekehrt.
Er konnte wieder rund 500 Kranke und Behinderte mit Hilfsmitteln versorgen, um ihnen und ihren Angehörigen das Leben zu erleichtern.

Aber auch in einem Heim für geistig behinderte Mädchen konnte er mit einem Harmonium viel Freude bereiten. Musik erreicht schließlich Seele und Gemüt von Behinderten am besten. Dazu wird getanzt und damit auch die körperliche Fitness der Menschen erhalten.
Einem 8-jährigen Jungen aus Jaffna wurde auf dem Schulweg durch den Hals geschossen und ist seit dem gelähmt. Er hat von Hans-Peter Dentler einen passenden Rollstuhl bekommen.

Das sind nur einige Beispiele von vielen. In der Grundschule von Maha Vidyalaya mit 800 Schülerinnen und Schülern hat er nur ein Toilettenhäuschen mit 3 Toiletten für Schüler und Lehrer angetroffen.

Mit Spendengeldern vom Konvoi der Hoffnung e. V. hat er für 1.060 Euro eine neue Toilettenanlage bauen lassen. Die einzelnen Baufortschritte hat er während seines sechswöchigen Aufenthalts im Bild festgehalten.


Am 14. Dezember wird bereits der nächste Schiffscontainer, vorwiegend mit Hilfsmitteln für Behinderte und Kranke für Peru, beladen.
Unser 3. Welt Koordinator Hans-Peter Dentler ist trotz Bürgerkrieg seit dem
4. Oktober in Sri Lanka mit einem Kleinbus unterwegs um Hilfsmittel in den entlegensten Dörfer direkt den armen und behinderten Mitmenschen zu bringen.
Wir hoffen auf eine gesunde Rückkehr wie geplant am 20. November. Danach werden wir über seine Hilfsaktionen näheres berichten.
Aktuelle Informationen über die Lage in Sri Lanka finden Sie z. B. im Weltarchiv der AG Friedensforschung an der Uni Kassel. Dort können Sie auch einen Bericht über die Situation vor drei Jahren nachlesen. Der Journalist Hilmar König berichtete in der Zeitung „junge Welt“ über einen Hilfstransport von Hans-Peter Dentler:
Unterwegs im „Tigerland“ – In Sri Lankas Dschungel haben
die tamilischen Rebellen die Alleinherrschaft
… Als der Bus mit der »Geschenkladung« vor dem Regierungshospital in Mallavi hält, bildet sich schnell eine Menschentraube. Schwestern und Ärzte sind ungläubig, daß ein Teil der Rollstühle für ihr Krankenhaus bestimmt sein soll. Hans-Peter Dentler aus Karlsruhe organisiert in Eigeninitiative seit über drei Jahren medizinische Hilfe für Sri Lanka. Mit dem in Deutschland gesammelten Material, inzwischen drei Schiffscontainer voll, hat er mehr als 1600 Menschen – Kriegsversehrten, Minenopfern, Amputierten und Querschnittsgelähmten – zu neuem Lebensmut verholfen. Erstmals ist der 58jährige nun im LTTE-Gebiet unterwegs. »Man muß dort eingreifen, wo es am notwendigsten ist«, sagt er. …
Unser Aufruf zur erneuten großen Sammelaktion am letzten Samstag, 30.09.2006 führte dazu, dass im Recyclinghof der Gemeinde Oberhausen-Rheinhausen ein riesiger Andrang herrschte. Innerhalb von nur vier Stunden kamen fast 1.300 Kartons gefüllt mit Kleidern, Wäsche, Medikamenten, Lebensmitteln, Kosmetika, Brillen und Hörgeräten zusammen.
Darüberhinaus bekamen wir etliche Fahrräder, Nähmaschinen und Rollstühle. Mit den Spenden wurde bereits ein 40-Tonner-LKW nach Moldawien auf den Weg gebracht. Dort werden die Sachen bei verschiedenen Sozialzentren vor Ort an Not leidende Menschen verteilt.

Ausserdem ist bereits ein 40-Fuss-Container gefüllt mit 170 Rollstühlen und anderen Gehhilfen nach Sri Lanka unterwegs. Auch einige Fahrräder, Nähmaschinen und viele Kartons leichte Kinderkleidung (von der vorhergehenden Sammlung) sind mit in der Ladung (siehe Foto).
Diese werden von unserem 3. Welt Koordinator Hans-Peter Dentler (links oben) im Oktober direkt an die Ärmsten der Armen dort verteilt. Allen Spendern sagen wir herzlichen Dank.
Besonders möchten wir uns auch für die Geldspenden bedanken.
Rund 1.800 Euro können wir für Frachtkosten einsetzen, dazu kommen noch rund 500 Euro zweckgebundene Spenden mit denen wir den Bau eines Brunnens in der Sahel-Zone und ein Waisenhaus im Libanon unterstützen.
Die nächste große Sammelaktion ist bereits für den 2. Dezember 2006 fest eingeplant.
Unsere Sammelaktion am Samstag, 10. Juni 2006, war wieder ein großer Erfolg!
Es kamen fast 1.000 Kartons an Textilien, 12 Fahrräder, 8 Kinderwagen/Buggy’s, viele Brillen (bis jetzt rund 17.000!) und Hörgeräte, 12 Banankartons voll mit Medikamenten für die Narkoseärztin Francine Tatio (sie sorgt für die Verteilung in Burkina Faso), Windeleinlagen, Toilettenartikel, Kindernahrung und andere Lebensmittel, sowie etliche Kartons an leichter Kleidung und viele kleine Spielsachen und Plüschtiere für Sri Lanka. Außerdem kamen viele Wolldecken, Hacken, Ansichtskarten und Briefmarken/-Sammlungen.

Im Bild unsere freiwilligen Helfer bei der Entgegennahme, Sortierung und Verpackung von Sachspenden.
Dazu wurden uns für die Transportkosten von den Sachspendern noch 1.112,80 € anvertraut, was zwar nicht ganz ausreicht, aber mit früheren Spenden zusammen die 1.500 € Transportkosten nach Weißrussland abdecken kann. Für alle Geld- und Sachspenden und auch für die gute Resonanz bei unser Unterschriften-Aktion gegen den Hungertod in der 3. Welt, sagen wir nochmals herzlichen Dank.