Unser 3. Welt Koordinator, Hans-Peter Dentler, kommt in die Jahre und möchte aus gesundheitlichen Gründen etwas kürzer treten. Er organisiert seit fast 10 Jahren die Reparatur, den Versand und die Verteilung von Rollstühlen, Gehhilfen und anderen orthopädischen Hilfsmitteln direkt vor Ort an die bedürftigen Menschen. Außerdem koordiniert er während seiner mehrwöchigen Aufenthalte dort spezielle, dringend erforderliche Verbesserungsmaßnahmen, sogar kleinere Renovierungs- und Bauprojekte.
Schwerpunkte seiner Arbeit liegen momentan in Peru, Bolivien, Ruanda, Kenia und Sri Lanka. Wir verschicken pro Jahr 4-5 Schiffscontainer mit reparierten/gereinigten Geräten und er reist zwecks Verteilung nach, sobald diese am Bestimmungsort eingetroffen sind. Die gebrauchten Gerätschaften werden uns von Reha-Zentren, Krankenkassen, Alters- und Pflegeheimen und der Industrie (besonders auch neue Ersatzteile) zur Verfügung gestellt.
So hat er bis jetzt schon über 9.000 behinderten und/oder kranken Menschen direkt vor Ort zu etwas mehr Mobilität und Lebensqualität verholfen. Er ist in seinem ersten Beruf Elektrotechniker und in seinem zweiten Beruf Naturheilpraktiker, spricht drei oder vier Fremdsprachen und ist damit natürlich für diese Art von Aufgaben sehr gut geeignet. Dazu kommt noch, dass er alle seine Reisekosten aus eigener Tasche (von seiner Rente!) bezahlt.
Wer hat Interesse, Ausbildung und die finanzielle Ausstattung zunächst mit ihm zu reisen und später einmal diese ehrenvolle Aufgabe zu übernehmen?
Die Ausbildung würde zunächst durch „mitreisen“ in die fernen Länder erfolgen. Wir sind auch sicher, dass es sehr schwer sein wird Jemanden mit exakt seinen Voraussetzungen und Idealen zu finden. Wir könnten uns deshalb auch eine Arbeitsteilung vorstellen, falls die Vorraussetzungen nicht alle von einer Person erfüllt werden können. Denn wir müssen und wollen seine Projekte zugunsten der „Ärmsten der Armen“ in der 3. Welt irgendwie weiterführen.
Es wäre auch geradezu frevelhaft, wenn man die vielen, relativ guten Hilfsmittel, die in unserem Gesundheitssystem nicht mehr gebraucht werden, verschrotten würde anstatt sie denen zu bringen, die keine Hilfe von Ihrem Staat erwarten können.
Der nahe Wohnort des gesuchten Kandidaten in der Gegend von Karlsruhe wäre nicht so wichtig, weil er sich speziell auf die Reise-/Verteilungstätigkeit konzentrieren sollte. Die Organisation der Reparaturen/Verladungen in/von unserer Werkstatt/Lager in Karlsruhe-Oberreut können wir durch unser freiwilliges Personal von hier aus bewerkstelligen.
Bitte melden Sie sich bei Eignung und Interesse bei: MRoelleke@t-online. de.
Unser Koordinator für die 3. Welt, Hans-Peter Dentler ist aus Kenia und Ruanda wieder wohlbehalten zurückgekehrt. Er hat im weiten Umfeld von Nairobi, im südlichen Kenia einen 20-Fuss-Container mit Rollstühlen, Gehhilfen und anderen Hilfsmitteln direkt an die Bedürftigen verteilt. Dabei hat er noch zwei Flüchtlingslager mit 3.000 und 1.800 Menschen aus Somalia besucht und die Behinderten mit Rollstühlen und Gehhilfen und die Kinder mit Geschenken versorgt. Außerdem hat er für das Gefängnis in Nakuru mit 1.900 Gefangenen den Bau einer neuen Toiletten- und Duschenanlage organisiert und das Material aus verschiedenen Spenden finanziert. Die Arbeiten führten die Gefangenen selbst durch. In dem Gefängnis gab es nur 6 Toiletten und 6 Duschen (mit Kaltwasser) wovon 2 Toiletten nicht mehr funktionsfähig waren. Der Rohbau war bei seiner Abreise bereits fertiggestellt und der Gefängnispfarrer wird über die weiteren Bauphasen und die Fertigstellung berichten.
Anschließend reiste er nach Ruanda weiter wo er noch die (beim nächsten Transport) benötigen Hilfsgüter dokumentierte, um sie den einzelnen Behinderten, entsprechend der Größe und der Art der Behinderung der Menschen, schon bei der Verladung genau zuteilen zu können. Dafür wird diesesmal wohl ein 40-Fuss-Container benötigt der vorraussichtlich im Juli beladen und auf den Weg gebracht wird. Dankenswerterweise übernimmt die Transportkosten nach Ruanda wie immer das Land Rheinland-Pfalz.
Hier nur einige aus 120 Bildern und Dokumentationen:

Die Beladung des Containers bei unserer Rollstuhlwerkstatt in Karlsruhe-Oberreut.


Kenia liegt in Ostafrika am Indischen Ozean und grenzt an Somalia, Äthiopien, Uganda und Tansania.

Der Container ist ausgeladen und die Sachen warten auf den Abtransport und ihre Verteilung. Unten die erwähnten beiden Flüchtlingslager in Naivasha und Molo.




Im Landesinnern warteten viele Menschen auf Hilfe, die ihnen wieder etwas mehr Menschenwürde zurückgeben kann.

Die Baustelle für das neue Toiletten- und Duschenhaus im Gefangenenlager wird eingeebnet. Der Baufortschritt und die Fertigstellung wurden von Hans-Peter Dentler und dem Gefängnispfarrer genau dokumentiert.







Auch die Inneneinrichtung wurde Mitte Juli fertiggestellt und kann genutzt werden.
Durch eine zweckgebundene, große Geldspende für Afrika konnten wir in den letzten Wochen folgende Projekte dort unterstützen:
- Äthiopien – 730 Euro. Je 40 Euro für 10 junge Straßenmütter als Grundausstattung für einen guten Start in ihr eigenständiges Leben. Dazu einen Startkredit von je 33 Euro für Einkommen schaffende Maßnahmen, als Hilfe zum Aufbau einer eigenen Existenz.
- Kenia – 300 Euro. Startkredit für Existenzgründer, um Mädchen und Frauen aus den Slums von Nairobi in Ausbildung und Beruf zu bringen.
- Liberia – 500 Euro. Davon 400 Euro um ehemaligen Kindersoldaten eine Ausbildung zu ermöglichen. Absolventen erhalten eine Werkzeugkiste und etwas Startkapital um in das Berufsleben hineinzufinden. 100 Euro wurden speziell für die Ausbildung von 2 Landminenopfern bereitgestellt.
- Nigeria – 600 Euro. Für Material für den Bau eines Brunnens damit die Frauen des Dorfes das Wasser nicht mehr in unmenschlichen Anstrengungen kilometerweit herbei schleppen müssen.
- Burkina Faso – 1.200 Euro. Teilweise Finanzierung für den Bau einer Brunnenanlage mit Rückhaltebecken.
Wie Sie sehen, ist nur relativ wenig Geld erforderlich, um dort sehr viel zu bewirken, und die Situation der Ärmsten der Armen nachhaltig zu verbessern.