Am Samstag, 4. September 2010 findet von 8 bis 12 Uhr im Weiherweg 22, Oberhausen-Rheinhausen, unsere nächste große Sammelaktion statt.
Wir bitten um gute, saubere und gebrauchsfähige Spenden für Mitmenschen in Osteuropa, in der 3. Welt und Deutschland. Bitte unterstützen Sie uns auch bei den Transportkosten, da wir pro Karton im Durchschnitt etwa 3 Euro aufwenden müssen, um Ihre Sachen direkt zu den bedürftigen Menschen zu bringen. Mit einem Klick kommen Sie auf die Seite benötigte Hilfsgüter.
Bitte bringen Sie Ihre Spenden in stabilen Kartons, möglichst Bananenkartons und nicht größer als solche. Größere Kartons und Plastiksäcke eignen sich nicht für den Transport.
Leere, stabile Kartons oder Bananenkartons gibt es jeweils zwei Samstage vor den Sammlungen:
in Oberhausen bei Otto Fischer, Adlerstr. 26,
in Waghäusel bei Manfred Rölleke, Belchenstr. 3,
in Philippsburg bei Fam. Jurkowitz, Bundschuhstr. 2a,
zu anderen Zeiten, nach Anruf bei Otto Fischer, Tel. 07254-2175.
Besonders dringend benötigen wir dieses Mal Sachen, die als Hilfe zur Selbsthilfe dienen, wie gut erhaltene Werkzeuge, Befestigungsmaterial, Heimwerkermaschinen, Garten-, Wald-, Wiesen- und Ackergeräte. Aber auch gute Fahrräder, Rollstühle, Gehhilfen, Handy mit Ladegrät, gut verschließbare Plastikdosen mit Deckel für Lebensmittel, große Wasserbehälter zum Sammeln von Regenwasser, gut erhaltene Fenster (nach Vereinbarung), sowie gute, funktionierende Wäscheschleudern, Waschmaschinen und Kühlschränke (keine Einbaugeräte), zerlegbare Regale.
Zufall oder Hokuspokus? Vor der verlassenen kleinen Dorfschule von Saaba (Burkina Faso) – in Ferien bis Mitte September – hockt an diesem Morgen zunächst nur Lehrer Bussuga. (Er hofft wohl auf seinen Lohn für Juli und August; doch dafür ist Schulgründer Prosper zuständig).
Kaum sind wir da, lenkt dieser, aus der Hauptstadt Ouagadougou gekommen, das Gespräch auf das „dringend nötige“ vierte Klassenzimmer. Zum neuen Schuljahr sei mit vierzig Erstklässlern zu rechnen; für so viele ist einfach kein Platz. Mme. Adja, die Leiterin des Frauenvereins, die hinzu kommt, stimmt lebhaft zu. Die Schlitzohren von Saaba!
Als ich die Runde bitte, für so ein wichtiges Projekt wie den Anbau eines Klassenzimmers doch bitte einen Kostenvoranschlag einzuholen, ohne den gehe es nun mal nicht, kommt wie aus heiterem Himmel der Dorfmaurer hinzu, in der Hand einen beschriebenen Zettel: Für 600 Euro wolle er den Anbau machen. Mit zwei Fenstern und einer Eisentür.
Ich staune: diese Schlitzohren sind geweckter als es die Polizei erlaubt. Ich schlage vor, dem KONVOI Bericht zu machen; ihr Wunsch werde wahrscheinlich erfüllt. Als ich frage, ob denn auch ein fähiger Lehrer für die neue Schulklasse zu finden sei zieht Prosper eine Akte aus der Tasche: „Da hat sich schon eine tüchtige Frau beworben, sie wohnt nicht weit von hier“.
Lehrerin auf „standby“ Kaum hat er das gesagt, hält ein Fahrrad an, eine junge Dame steigt ab und stellt sich als eben diese „Lehrerin Marie Sylvie“ vor. Ratzfatz. Wenn alles so zackig ginge in Afrika, hätte der Kontinent keine Entwicklungsprobleme.
Die Leute von Saaba sind pfiffig: Sie haben bei unserer Ökoherdkampagne im Frühjahr kräftig zugegriffen und sparen nun viel Holz beim Kochen. Den glücklichen Empfänger eines Eselsgespanns, Monsieur Edouard (vgl. Bild neben der Lehrerin), haben sie verpflichtet, einen Tag in der Woche für die Dorfgemeinsaft zu fahren: Wasser ankarren, Müll beseitigen.
Dass sie freilich während der Ferien die Schule besetzen und dort ihr „Tütenrecycling“ betreiben, verwundert mich schon. Klar, in der Regenzeit brauchen sie eine wasserdichte Werkstatt.
Aber – wen haben sie denn um Erlaubnis gefragt? Viele von ihnen sind ganz verrückt auf den ersten Kurs in Erwachsenen-Alphabetisierung, der im November beginnen soll.
Die Männer haben angeblich schon ihre Zustimmung gegeben.
Apropos Männer: der von Frau Adja, Leiterin des Frauenvereins, liegt noch immer mit seinem Oberschenkelbruch in der Koje hinterm Haus. Amadou (53) ist dennoch guter Laune. Ein Quacksalber im Dorf hatte ihm den Bruch notdürftig eingerichtet; das war im April. Doch dann wuchsen die Knochen aneinander vorbei. Er wurde noch einmal – von
italienischen Ärzten – operiert. Nun sind zwei weitere Monate vergangen und Amadou ist weiter guten Mutes. Ein schreckliches Spanneisen fixiert nun seine Knochen. Mir läuft ein kalter Schauer über den Rücken. Am 9.September wird das nächste Röntgenbild gemacht und er hofft, im Oktober wieder gehen zu können. Sechs Monate hat ihn die Fraktur schon gekostet.
In Europa wäre das eine Sache von drei Wochen. Immerhin humpelt er jetzt mutig auf seinen Krücken herum – der Rest, sagt er, werde „nach Gottes Willen“ geschehen. Er hat seinen Namen verdient: „Gottlieb“ mit dem Spanneisen im Oberschenkel.
Apropos lieber Gott: Als wir Saaba verlassen begegne ich Ephraim, dem ‚Bibeldiener’, ich nenne das mal so. Ein Mann wie ein Baum: 1,95 m groß und Schuhgröße 48. Bisher meinte ich, er lebe von den Früchten des ewigen Heils. Nun sehe ich ihn einen Karren schieben, drauf ein Plastikstuhl und Handwerkszeug; sowie ein Radio mit krächzenden Lautsprecher.
Wohin sein Weg führe? Nun, er sei eigentlich gelernter Schuhmacher und unterwegs zum Markt. Die Bibel habe er im Werkzeugkasten versteckt, doch bei ‚frommer Kundschaft’ hole er sie stets heraus.
Die Regenzeit entlädt sich mit voller Wucht; kaum ein Tag an dem nicht pechschwarze Wolken aufziehen. Die Hitze wird unerträglich und plötzlich bricht es mit Urgewalt los. Viele Straßen in der Stadt verwandeln sich in Seenplatten; wie tief die Schlaglöcher dann sind ist dem Instinkt überlassen.
Auf den Feldern stehen Hirse, Mais und Maniok sechs Wochen nach der Aussaat in vollem Saft. Die Bauernfamilien sind vollauf damit beschäftigt, Unkraut zu jäten und das Vieh von den Äckern fernzuhalten. Hirse-Aussaat
Lehrer Leonard aus Gonsé kommt vorbei. Schelmisch zeigt er mir die Handflächen: „Gardez!“ Sie sind voller Schwielen. Auch er beackert jetzt die Felder hinter dem Haus. Er hat in der Stadt zu tun und bringt den Kostenvoranschlag für die Fertigstellung des ‚Ateliers’ (Werkstatt) mit. Nahe der Schule steht ein Rohbau, Grundfläche 5 x 7 Meter,
geeignet für jede Art von Gemeinschaftstreff, sagen wir für ein Vereinsheim. Das möchten sie nun mit KONVOI-Hilfe fertig stellen: ein Dach drauf, fünf Fenster und eine einbruchsichere Eisentür. Wenn das Geld reicht vielleicht noch eine Solaranlage oben drauf, 40 Watt, vier Energiesparbirnen. Rohbau für eine Werkstatt.
35 Frauen würden hier aber Oktober abends Lesen und Schreiben lernen, Weben und Karitéseife und –butter herstellen. Sie haben dafür schon über 200 Kilo auf Nüsse gesammelt.
Und die Männer könnten dort mit dem gespendeten Schreiner-Werkzeug aus Deutschland ihre eigenen Möbel basteln. Der Kostenvoranschlag beläuft sich auf 1,5 Mio. Francs – rund 2.200 €. Knapp ein Zehntel davon könnten sie selber beisteuern, runde 200 €. Und ihre Mitarbeit, dem Maurer zur Hand gehen, Steine schleppen und Wasser. Gebraucht werden drei Lastwagen Sand, 500 Ziegel und 3 Tonnen Zement. Zum Ende der Regenzeit im Oktober wäre das ‚deutsche Haus’ fertig. Dann beginnt in der Dorfschule drüben wieder der Unterricht, können die Klassenzimmer dort nicht mehr zweckentfremdet werden.
Am letzten Mittwoch haben wir zwischen 18 und 20 Uhr einen weiteren Lastzug mit Hilfsgütern beladen. Jetzt hatten wir mehr Glück mit dem Wetter, so dass alles reibungslos ablief. Dieses Mal ging es wieder ins Hochwassergeschädigte Ungarn, wo heftige Unwetter im Juni das ganze Land – von Südwest bis Nordwest – verwüstet haben. Die jungen Anpflanzungen sind vernichtet, Häuser und Wohnungen mit Schlamm und Unrat überschwemmt.
So sah es in Miskolc in NO-Ungarn aus, wo unser erster Hilfstransport Ende Juni den Menschen beistand.
Überall das gleiche Bild, Dämme brechen und überfluten das ganze Land.
Dank Ihrer Hilfe konnten wir mit Lebensmitteln, Matratzen, leichter Kleidung und anderen Hilfsgütern die größte Not etwas lindern.
Herzlichen Dank allen Spendern und der kompletten Verlademannschaft, besonders Werner Bohn (und Mitarbeitern) mit seinem Gabelstapler!
… am Mittwoch letzter Woche zwischen 18 und 21 Uhr. Der LKW kam aus Biblis wo er schon 15 Paletten (13 Tonnen) Baustoffe geladen hatte. Vielen Dank der Fa. Baumit-Bayosan in Hindelang, die uns in letzter Zeit schon Baustoffe im Wert von über 100.000 Euro für Osteuropa gespendet hat.
Da aber das hohe Gewicht der Baustoffe richtig auf die Achsen verteilt werden musste (sonst hätten wir nichts mehr zuladen können), hat Werner Bohn mit seinem Gabelstapler erst einmal umgeladen. Dann standen vier Mann teilweise auf den Baustoffen und luden unsere Hilfsgüter aus der letzten Sammelaktion oben drauf. Eine Knochenarbeit!
Als wir zwei Drittel geladen hatten brach auch noch ein schweres Gewitter los, so dass wir die Verladung eine halbe Stunde unterbrechen mussten. Aber vor Einbruch der Dunkelheit war es dann doch geschafft.
Der LKW verließ kurz vor 21 Uhr den Recyclinghof in Richtung Banat (Rumänien) wo er bereits am Freitagvormittag eintraf und mit großer Dankbarkeit von den Empfängern abgeladen wurde.
Herzlichen Dank allen Spendern, der Baden-Württember Stiftung für die Übernahme der halben Transportkosten und der kompletten Verlademannschaft!
Mit den Baustoffen werden marode Gebäude im Dorf Tirol saniert und isoliert. Dazu haben wir u.a. auch einen Betonmischer mitgeliefert.
Rund 50 Matratzen und Bettwäsche gehen ins östliche Überschwemmungsgebiet.
Für die Kleidung, Schuhe und andere Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens gibt es im Banat immer sehr bedürftige und dankbare Abnehmer.
Die Hilfe koordiniert Sr. Katharina mit ihren Mitschwestern im Dorf Tirol.
… für Ihre Frau, Ihren Mann oder Freunde? Das ist oft nicht einfach, denn „man hat ja schon alles“!
Der Konvoi der Hoffnung hat die Idee:
Warum nicht einen Esel schenken, samt Karren, für eine bitter arme Familie in Westafrika? ‚Rudi, Peter, Stefanie’– auch einen Namen können Sie wünschen. Ein Foto geht als Dank und Beleg an Sie.
Ein Esel mit Karren kostet 300 Euro und sichert einer Familie das Überleben.
Oder eine Geschenk-Spende für die Operation eines Augenkranken? Zahllose arme Menschen in Afrika leiden am Grauen Star und am Trachom, einer tropischen Infektion, die oft zur Erblindung führt.
Einem Menschen das volle Augenlicht schenken kostet Sie nur 20 – 30 Euro. Mit Hilfe erfahrener und ehrenamtlich tätiger Ärzte kann eine ganze Dorf-Kampagne für rund 700 € durchgeführt werden.
Warum nicht Ihrer Frau drei Webstühle schenken, für eine arme Familie in Burkina Faso; oder Fahrräder (je 60 €) für den weiten Schulweg der Kinder.
Schenken Sie Ihrem Mann das Solardach für eine Dorfschule in der Savanne (600 €), damit dort abends Erwachsene alphabetisiert werden können.
Unser ehrenamtlicher Afrika-Koordinator Dr. Rolf Pflücke – er lebt in Burkina – sorgt dafür, dass Ihr Geschenk 1:1 ankommt.
Sie erhalten von uns eine Spendenquittung.
Der KONVOI DER HOFFNUNG e.V., eine nordbadische Organisation, hilft in
Afrika, Osteuropa, Lateinamerika und Sri Lanka. Unser Prinzip: Mit kleinen Schritten zum Ziel – Hilfe zur Selbsthilfe. Bitte unterstützen Sie uns!
Sparkasse Karlsruhe: Nr. 203 155 809 (BLZ 660 501 01)
Bruhrainer Volksbank Nr. 10 626 200 (BLZ 663 916 00)
Es war wohl eine Sache der Ehre: Bei 38 Grad im Schatten spielten 44 Frauen und Männer auf dem Golfplatz Tiefenbach für unsere Hilfsprojekte in aller Welt. Umso erstaunlicher: Einige Golfer konnten trotz Hitze sogar ihr Handicap verbessern. Dies gelang einer jungen Dame zwar nicht ganz, ging aber mit dem sagenhaften Nettoergebnis von 3,4 Punkten vom Platz. Herzlichen Glückwunsch!
Wir vom ‚Konvoi’ freuten uns über die respektable Geldspende von 3.500 Euro, dazu kam noch eine zusätzliche Direktspende von 200 Euro von der Volksbank, die (unter anderen Unternehmen) das Turnier sponserte.
Otto Fischer bedankte sich überschwänglich bei den Aktiven, dem Golfplatzpräsidenten Heinz Heiler dem Präsidenten vom Lions-Club Waghäusel-Eremitage, Herrn Dr. Seitz, und dem Organisator Herrn Dr. Vogel für dieses überwältigende Ergebnis. Herzlichen Dank allen Spendern die zum riesigen Erfolg dieser Veranstaltung beigetragen haben.
Viele Lions-Mitglieder und Golfer interessierten sich für unsere Arbeit.
Bei der Siegerehrung v.l.n.r.: Lions-Kassier Alfred Metzger im Hintergrund, Manfred Rölleke und Otto Fischer.
Otto Fischer bei seiner Dankesrede.
v.l.n.r.: Präsident des Golf- und Country-Club Tiefenbach, Heinz Heiler; Präsident des Golfclubs Waghäusel-Eremitage; Dr. Seitz und Otto Fischer bei der Spendenübergabe.
Die Thomas-Morus-Realschule Östringen war wieder für unsere Hilfsaktionen aktiv! „Sollen wir noch eine weitere soziale Aktion in Angriff nehmen?“, so fragten sich vor einigen Wochen die Religionslehrerinnen und Religionslehrer der 7. Klassen der Thomas-Morus-Realschule. Würden sich die Schülerinnen und Schüler angesichts von WM-Fieber, heißen Sommertemperaturen und dem Stress der letzten Arbeiten darauf einlassen, sich von der Not gleichaltriger Kinder in Osteuropa betreffen zu lassen?
Doch schon bald überzeugten die Siebtklässler ihre Lehrerinnen und Lehrer davon, dass ihre Bedenken umsonst gewesen waren. „Zwei Wochen lang konnte man jeden Morgen Mädchen und Jungen mit zusätzlichen Taschen in die Schule kommen sehen. In den Klassenzimmern wuchsen die Stapel von Kartons gefüllt mit Kinderkleidung und Plüschtieren kontinuierlich an“, sagte eine Religionslehrerin, Frau Wesslein.
Am 1. Juli war es dann so weit: Herr Otto Fischer vom Konvoi der Hoffnung kam zur Übergabe der Sachspenden in die Thomas-Morus-Realschule. Voller Stolz und mit vereinten Kräften füllten die Schülerinnen und Schüler den Kofferraum und Anhänger seines Autos mit ihren Sachspenden. Herr Fischer dankte den Siebtklässlern und ihren Lehrern für ihr Soziales Engagement und erklärte, dass er immer wieder gerne in die Thomas-Morus-Realschule komme.
Abschließend fasste eine beteiligte Schülerin ihre Erfahrungen folgendermaßen zusammen:
“Ich finde es toll, dass wir armen Kindern mit unseren Kleidern und unserem Spielzeug helfen und eine Freude machen können. Uns geht es dadurch nicht schlechter, aber ihnen geht es besser. Außerdem macht es auch mich froh, wenn ich aus christlicher Verantwortung handeln kann.“
Dem braucht man nichts hinzuzufügen, außer: Herzlichen Dank!
Bei unserer 5. Sammelaktion in diesem Jahr hat eine Firmgruppe aus Philippsburg sehr gute Arbeit geleistet. Sehr diszipliniert haben sie u.a. 120 Brillen gewaschen und versandsicher verpackt, geholfen 500 Kartons Bettwäsche, Kleidung, Schuhe und vieles mehr entgegenzunehmen, zu sortieren und teilweise neu zu verpacken.
Die Firmleiterin Sabrina Reis (Bildmitte) hat eine fleißige Truppe mitgebracht.
Drei starke „Jungmänner“ der Firmgruppe haben uns viel schwere Arbeit abgenommen.
Mit dieser großen „Mannschaft“ war die „Hitzeschlacht“ am Samstag besser zu ertragen.
Herzlichen Dank dem gesamten Team sowie allen Spendern auch für die Geldspenden von 1.339 Euro. Wunschgemäß werden wir 370 Euro für unsere laufenden „Hilfe zur Selbsthilfe-Projekte“ in Afrika verwenden. So haben wir auch wieder viele wertvolle Werkzeuge und Arbeitsgeräte gespendet bekommen, darunter 10 Versandkisten mit einer kompletten Schreinerei-Ausstattung welche wir für ein Ausbildungsprojekt in Afrika verwenden wollen. Denn oft stehen die Kinder nach ihrem Schulabschluss vor dem Nichts, weil es keine Ausbildungswerkstätten gibt.
Zwei Firmlinge haben auch fleißig Flyer an die Besucher und Spender verteilt mit einem Aufruf, durch Ihre Spenden den Teufelskreis für Kindersoldaten und Kindermütter im Kongo zu beenden. Wir haben ein Hilfsprogramm gestartet für die Resozialisierung dieser armen und hoffnungslosen Jugend, die sonst als Zwangsarbeiter oder Prostituierte in den Erdminen landen, um Coltan und Kobalt abzubauen. Rohstoffe, ohne die keines unserer Handys oder Computer funktionieren würde. Unser Afrika-Koordinator, Dr. Rolf Pflücke, koordiniert die Hilfe direkt vor Ort, damit die verschleppten Kinder und Jugendlichen wieder eine Heimat, Ausbildung und Zukunftschancen erhalten.
Kaum aus Burundi zurück, haben wir heute mit unserem 3. Welt-Koordinator Hans-Peter Dentler einen großen 40-Fuß Schiffscontainer mit 210 Rollstühlen für Nicaragua beladen und verschickt. Dies war bereits der 5. Container in diesem Jahr – ein neuer Rekord!
Am kommenden Sonntag fliegt er zunächst nach Peru, von da aus nach Bolivien und danach nach Nicaragua. Die enge Zusammenarbeit mit Caritas International ermöglicht es ihm, die Reise so zu kombinieren, dass er mit einer Südamerika-Reise gleich drei Groß-Container mit Hilfsmitteln für behinderte Menschen dort direkt verteilen kann.
Caritas International sorgt vor Ort für die Entzollung und Einlagerung der Hilfsgüter und zahlt teilweise auch die Frachtkosten. Den Container nach Peru hat die Fa. Vogelsitze Karlsruhe finanziert. Herzlichen Dank an beide Institutionen!
Mit einem Klein-LKW fährt dann Hans-Peter Dentler mit den entsprechenden Hilfsmitteln die vorher ausgewählten Orte ab, besucht die gemeldeten, behinderten Menschen, übergibt die Hilfsmittel und macht eine Gebrauchseinweisung. Nach Foto und Dokumentation der Übergabe fährt er zum nächsten Ziel weiter. So ist er bis zu vier Wochen unterwegs um den Inhalt eines einzigen Containers zu verteilen. Dabei zahlt er alle Reisekosten immer selbst. Herzlichen Dank ihm und allen freiwilligen Mitarbeitern in der Rollstuhlwerkstatt in Karlsruhe-Oberreut, sowie Caritas International für diese einmalige Initiative.
Sehen Sie im folgenden einige Bilder unserer Hilfe während seiner Verteilungsreise in Burundi im letzten Monat:
Dieser Mann muss „Schuhe“ an den Händen tragen, um sich fortbewegen zu können. Mit dem übergebenen Rollstuhl (Bild unten) erhält er eine ganz neue Lebensqualität.
Das „Neue“ macht Kindern natürlich zunächst Angst, bevor sie sich übermütig freuen.
Mit diesem „neuen“ Gynäkologenstuhl können jetzt schwangere Aidskranke besser behandelt werden, um ein übergreifen der Krankheit auf das Baby zu verhindern. Dem Dankbrief der „Weißen Väter von Burundi“ ist nichts hinzuzufügen.
Diese bunten, sogenannten „Lepra-Decken“ werden von Frauen der Region Nordbaden gestrickt und finden in Afrika dankbare Abnehmer.
Auch die gesammelten, gebrauchten Brillen sind bei den sehbehinderten Menschen in Burundi sehr begehrt. Es wird einfach solange probiert bis eine passt.
In diesem Heim mit 119 Straßenkindern sind die Matratzen nicht mehr als solche zu erkennen (siehe Bild oben). Hans-Peter Dentler hat neue Matratzen besorgt und die Freude der Kinder und Jugendlichen kennt kaum Grenzen.
Auch über die neuen T-Shirts und Mützen, eine Spende der Fa. Peek & Cloppenburg in Egelsbach, freuen sich die armen und behinderten Menschen.