15.09.2010 | Mammut-Projekt erfolgreich beendet
Hans-Peter Dentler kehrte in der vorletzten Woche sehr erschöpft aber glücklich von seiner 10-wöchigen Aktion für behinderte Menschen in Lateinamerika zurück. Während dieser langen Reise hat er drei große Schiffscontainer (je 40-Fuß) mit 550 Rollstühlen, 230 Gehhilfen, 130 Toilettenstühlen, 180 Paar Krücken, 60 Dekubitus-Matratzen und vielen anderen Hilfsmitteln direkt an behinderte Menschen in Peru, Nicaragua und Bolivien verteilt.
Somit konnte in den 10 Jahren der Aktion von Hans-Peter Dentler „Hilfe für die Ärmsten der Armen“ rund 12.500 behinderten Menschen in der 3. Welt zu einer besseren Lebensqualität verholfen werden. Mit dieser Hilfe wurden auch die Angehörigen dieser armen Menschen entlastet, denn die Staaten der 3. Welt kennen keine Mittel, Behinderten zu helfen.
Herzlichen Dank allen beteiligten Mitarbeitern, allen Spendern und besonders der Firma Vogelsitze GmbH in Karlsruhe und der Caritas Freiburg für die Übernahme der Frachtkosten für einen bzw. zwei Container. Caritas International hat vor Ort sogar für die Entzollung und Einlagerung der Hilfsgüter gesorgt, teilweise sogar bei der direkten Verteilung and die behinderten Menschen mitgewirkt. Caritas International leistet auch sehr viel Vorarbeit bei der Feststellung und Erfassung der Behinderten, was als Grundlage für die Auswahl der richtigen Hilfsmittel bei der Ladung der Container Grundvoraussetzung ist.
Nähere Informationen und Bilder folgen in der Reihenfolge Peru, Nicaragua, Bolivien:
Diesem 56-jährigen wurde vor 6 Jahren bei einem Busunfall das Rückgrat verletzt, so dass beide Beine gelähmt blieben. Er bekam einen Arbeitsrollstuhl und kann so einer Tätigkeit nach gehen.
16-jähriger, schwerstbehinderter Junge bakam einen Pflegerollstuhl.
31-jährige Frau verlor bei einem Busunfall beide Beine. Sie erhielt eine Oberschenkel- und eine Unterschenkelprothese.
49-jähriger Mann ist an beiden Ohren schwerhörig. Ursache unbekannt. Erhielt zwei neue Hörgeräte
13-jähriges Mädchen mit Down-Syndrom kann nicht stehen und nur knieend gehen.
Ist jetzt mit dem Rollstuhl sehr glücklich.
14-jähriges Mädchen liegt seit 3 Jahren im Krankenhaus weil sie dauernd beatmet werden muss. Ihre Lunge ist nicht funktionsfähig. Mit dem Rollstuhl erlangte sie etwas mehr Mobilität.
Krücken für die gehbehinderten Frauen von Uripa.
Bei diesem 15-jährigen Jungen sind seit Geburt beide Beine gelähmt. Hat Dekubitus an Gesäß und Rücken. Er bekam einen Rollstuhl mit Dekubitus-Kissen.
Die Kinder in einer Behinderteneinrichtung in Castaneda bekamen Stand-Rollstühle für verschiedene Aktivitäten.
Behinderteineinrichtung bei Lima erhielt auch 3-Räder für die weniger stark Behinderten, die damit an Mobilität gewinnen.
NICARAGUA:
19-jähriger Junge bekam mit 3 Monaten Menigitis und lebt seit dem schwerstbehindert in einem Raum ohne Tageslicht. Er bekam einen Pflegerollstuhl damit er ans Licht kommt.
Dieses Krankenhaus in Ocotal könnte 20 Pflegebetten und viele andere Hilfsmittel gebrauchen weil sich dort zwei oder sogar drei Schwangere ein Bett teilen müssen. Wir arbeiten daran!
14-jähriger Junge lebt seit dem 3. Lebensmonat in diesem Bretterverschlag. Meningitis hat ihm die Sprache genommen und Lähmungen an allen Extremitäten verursacht.
Er bekam ebenfalls einen Rollstuhl.
15-jähriges Mädchen wurde vor einem Jahr von einem eifersüchtigen Nachbarn in den Halswirbel geschosssen. Seit dem ist sie vom Hals abwärts total gelähmt und stark wund gelegen. Sie bekam eine Dekubitusmatratze und einen Transformator.
8-jähriger, schwerstbehinderter Junge durch Komplikationen bei der Geburt bekam Rollstuhl. Seine Mutter hat 6 Kinder alleine zu versorgen weil ihr Mann sie verlassen hat. Bekam noch 3 Matratzen.
In ihre Kochstelle hat es rein geregnet. Habe Sie mit 4 neuen Dachplatten abgedichtet.
Bein-amputierte 67-jährige Diabetikerin bekam Rollstuhl und Zement für eine Rampe, damit sie das Haus verlassen kann.
Ihr Sohn hat die Rampe betoniert.
BOLIVIEN:
Das Kinderkrankenhaus Del Ninos in Santa Cruz erhielt 4 Kinderrollstühle, 3 Gehhilfen mit 4 Rädern und 2 Kindersitze. 
Sehr armes Provinzhospital in Calle Bolivar mit sehr mangelhafter Ausstattung bekam 3 Rollstühle, 4 Gehhilfen, 2 Toilettenstühle, 2 Dekubitusmatratzen sowie Farbe, Pinsel, Verdünner und Schleifpapier.
Ehrenamtliche Helfer haben alle Krankenhausmöbel neu gestrichen (siehe auch unten).
Schwerbehinderte Kinder und Jugendliche im Behindertenheim Hogar „Teresa de los Andes“ in Cotoca.
6-jähriges Mädchen, schwerstbehindert durch Meningitis und Tuberkulose, bekam Rollstuhl mit Spezialsitz.
4-jähriger Junge mit der selben Krankheit. bekam einen Buggy.
13-jähriger Junge von Geburt schwerstbehindert, bekam Rollstuhl mit Spezialsitz. Lebt im Behindertenheim.
30-jähriger Mann bekam Kinderlähmung als Einjähriger. Seitdem beide Beine gelähmt. Saß im Schubkarren und verkaufte Kekse zum Lebensunterhalt. Bekam einen Rollstuhl (von Sunrise Medical, Malsch).
2-jähriger Junge hat von Geburt an Klumpfüßchen. Erhielt 3-rädrige Gehhilfe (von Fa. Uniroll). Mutter wurde gebeten zwecks Operation Kontakt mit Klinik aufzunehmen.
Onkologische Klinik mit krebskranken Frauen (teilweise im Endstadium) bekam 16 Dekubitusmatratzen mit Pumpen, 2 Bettkrane, 3 Duschstühle, 2 Toilettenstühle, 10 Rollstühle, 5 Gehhilfen und 5 Paar Krücken.
Gesunde Zwillinge einer armen Familie in Santa Cruz (Vater hat Familie verlassen) erhielten einen breiten Buggy.
6-jähriges Mädchen (auf dem Schoß von H-P. Dentler), das ohne Beine und rechten Arm geboren wurde, bekam einen Spezial-Rollstuhl (siehe unten) den sie mit dem linken Arm bedienen kann.