08.06.2010 | Notstand in Osteuropa – nächste Sammelaktion bereits am 19. Juni
„Keine Entspannung beim Hochwasser in Ungarn, weiterhin Notstand im Oberlauf der Theiß, Behinderungen im Nordwesten, Flutgefahr auch in Zentralungarn. Auch die Pegel der Donau bei Budapest steigen – Überflutungen und Evakuierungen auch wieder in der Slowakei, Angst vor neuer Flutwelle in Polen.“
So beginnt die Berichterstattung des Pester Lloyd, der deutschsprachigen Zeitung Ungarns, am Freitag, 04.06.2010. Tatsache ist, dass durch die starken Regenfälle in der vergangenen Woche (30. Mai – 4. Juni) und die noch angespannte Lage aus den Jahrhundertregenfällen vor drei Wochen (12. – 18. Mai) soviel Wasser vom Himmel fiel, wie sonst in einem ganzen Jahr. Die nördliche ungarische Tiefebene gleicht einer Seenplatte, alle kleinen Flüsse sind über die Ufer getreten, zahlreiche Menschen mussten Hals über Kopf evakuiert werden.
Dabei trifft es zurzeit besonders die Ärmsten, die ohnehin nicht viel haben. Häuser stehen unter Wasser, der spärliche Hausrat schwimmt weg und soweit der Garten angepflanzt wurde, wird es keine Ernte geben! Die mühsam Anfang Mai ausgepflanzten kleinen Paprika, Tomaten, Artischocken usw. hat das Wasser weggeschwemmt.
Deshalb werden wir eine zusätzliche Sammelaktion durchführen und bereits am 19. Juli 2010 von 8.00 – 12.00 Uhr eine Sammlung durchführen. Benötigt werden außer der üblichen Sammelliste gute Matratzen, Decken, Bettwäsche und Hausratgegenstände. Bei gebrauchter Kleidung achten Sie bitte darauf, dass in der aktuellen Lage vor allem Sommerkleidung benötigt wird. Winterkleidung bringen Sie am besten erst wieder zu unserer Sammlung im September.
Auch Geldspenden sind herzlich willkommen, um Saatgut und Setzlinge zu finanzieren, soweit eine Anpflanzung im Juni/Juli noch möglich ist!
Bernhard Schilling, Koordinator Osteuropa