24.05.2010 | Schönborn in der Ukraine in Not!
Es folgt ein Bericht unserer (karpatendeutschen) Freunde aus Schönborn in der Ukraine, in dem sie in Wort und Bild ihre – plötzlich hereingebrochene – und verschärft große Not schildern.
„Am Abend des 20. Mai gegen 18.45 Uhr Ortszeit wollten wir mit dem Auto zur Hl. Messe nach Palanka aufbrechen, als plötzlich ein schweres Unwetter unsere Pläne änderte: ein Unwetter begann. Wir konnten unser Auto schutzsuchend noch unter dem Nußbaum vor unserem Haus abstellen, als es erst richtig los ging: unter Donner und Blitzen hagelte es eine gute Viertelstunde lang eiswürfelgroße Kugeln vom Himmel!
Schnell war die ganze Straße bedeckt, eine Schicht von gut 20 cm Hagelkörnern ließ Schönborn aussehen wie im Winter!
Als das Unwetter nachließ, gingen wir in unsere Häuser, um zu sehen, ob ein Schaden entstanden war. Sr. Irene ging zuerst in die Kapelle, die Gott sei dank verschont worden war. Als sie dann die Tür zu ihrem Zimmer im Erdgeschoß öffnete, sah sie etwas unglaubliches: der gesamte Boden ihres Zimmers war von Hagelkörnern bedeckt, obwohl alle Fenster geschlossen gewesen waren!!! Durch die gewaltige Menge an Hagel war die Kanalisation verstopft, und dieser Druck ist entwichen durch die Toilette ihres Badezimmers…
Da man sich das alles nicht wirklich vorstellen kann, habe ich es fotografiert…
Mit vereinten Kräften haben wir Irenes Zimmer trockengelegt; man wird sehen, inwieweit der Boden (Laminat) und die Möbel auf Dauer geschädigt sind.
Besonders schlimm ist es aber, dass im gesamten Dorf Schönborn die gesamte Ernte und alles, was in den Gärten bisher angepflanzt war, vollständig vernichtet ist!
Die Folgen dieser Katastrophe werden noch lange anhalten. Wir bitten daher um Euer Gebet!
Das Unwetter war örtlich genau auf Schönborn begrenzt, in den Nachbardörfern hat es zum Teil nicht einmal geregnet.
Bitte helfen Sie den Betroffenen, um wieder erneut auf den Feldern anzubauen und die Schäden an den Gebäuden wieder zu beheben, sonst müssen die Schönborner in der kommenden Zeit mit Hunger und Not rechnen.“
Der Konvoi der Hoffnung hat inzwischen 1.000 Euro Soforthilfe geleistet, damit die Menschen neues Saatgut kaufen können. Bitte unterstützen Sie uns weiter, um Hilfe zur Selbsthilfe leisten zu können. Herzlichen Dank!



