02.04.2010 | Info-Abend Osteuropa
Auf Einladung von Erika und Hans Scherrer ins Pfarrzentrum Wiesental erläuterte unser Osteuropa-Koordinator, Bernhard Schilling, unsere Hilfsaktionen zur Selbsthilfe.Die Frauengemeinschaft und die Missionsgruppe Wiesental sowie die Missionsgruppe Kirrlach unterstützen uns seit Jahren mit Sach- und Geldspenden. Herzlichen Dank auch für die zuletzt gespendeten 1.050 Euro für Transportkosten, Kindersoldaten, Straßenmütter, Lepraheilung und andere Hilfen für Afrika!

Hier eine kurze Zusammenfassung seiner Ausführungen:
Warum müssen wir den EU-Mitgliedern Ungarn und Rumänien helfen?
Durch die EU-Erweiterung gingen dort die „alten“ Arbeitsplätze verloren, die Arbeitslosigkeit explodierte, der Staat hat keine Mittel für die Schaffung neuer Arbeitsplätze, notwendige Aus- und Weiterbildung.
Geschichtlicher Hintergrund: Verwerfungen durch Völkerwanderung und Vertreibung. Die „blühenden“ Ansiedlungen der ehemaligen Donauschwaben und Karpatendeutschen lassen die zwangsumgesiedelten Sinti und Roma verwahrlosen. Sie verstehen nichts von „Ackerbau und Viehzucht“.

Momentane Situation: Die alten Häuser sind dem Zerfall Preis gegeben. Für notwendige Renovierung ist kein Geld da. Die Infrastruktur ist nicht ausgebaut. Eine Fahrt zur Arbeit in der Stadt oder ein Behördengang dauert mehrere Stunden. Eine Fahrradspende, ein Spaten, eine Schaufel oder ein Plastikfass zum auffangen von Regenwasser sichert wenigstens die Gartenbepflanzung.
Nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe ist das Ziel: Ausbildung und Weiterbildung müssen gefördert werden. Kinder und Jugendliche zur Weiterentwicklung und zu einer späteren Selbstversorgung herangeführt werden. Mit unseren Sachspenden ermöglichen wir für den Moment eine etwas bessere Lebensqualität. Werkzeuge und Arbeitsgeräte bringen den Menschen nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe. Ackerbau und Viehzucht müssen weiterentwickelt werden.