26.05.2009 | Dr. Pflücke nur kurz Zuhause

Letzte Samstagnacht (23.5.) kam unser Afrika-Koordinator, Dr. Rolf Pflücke, aus Burkina Faso zurück. Diesen Freitag (29.5.) fliegt er in anderer Mission bereits wieder nach Tansania und Sansibar. Hier Teile aus seinem Bericht über den Fortschritt unserer Hilfsaktionen:

„Donnerstag (21.5.) ist auch hier Feiertag – und freier Tag. So wollen wir mit dem Herd-Animateur Albert (GTZ), zwei großen Ökoherden (plus passender Kessel), sowie 2 Wasserfiltern für die Grundschule und in Begleitung Prosper’s (Sompougdou Yembi, Leiter der Krankenstation von Bantougodo und Cousin unseres Freundes Stephane Noraogo Souli) und der beiden Augenmediziner (zur Nachkontrolle- und -behandlung der Operierten) rausfahren.110 0043 k
Es haben sich weitere 50 Augenkranke angemeldet. Und das wird wohl noch einmal (inkl.Arznei) ca. 300 € kosten. Nach der Gratis-OP der 20 Katarakte (im Juni in Ouagadougou – Hauptstadt von Burkina Faso) soll es dann aber damit Schluss sein. A propos: die 25 Brillen aus Ihrem Depot habe ich dem Arzt gegeben; da sie aber meist
nur 1-2 Dioptrien haben sind sie nicht stark genug; er will jetzt passende, starke (5-10 Dioptr.)-Gläser in die guten Fassungen einsetzen.

Ich bin sehr auf die Öko-Herd-Aktion gespannt; sehr viele Einwohner werden kommen. Und auf den Fortgang der Schulgarten-Pläne. (Da bedarf es nur noch der förmlichen Zustimmung des „Chefs“, d.h. Königs, der ja als taditionelle Autorität für alle
Landnutzung im Dorf zuständig ist. Er war wg. Krankheit lange weg.)

Gerade habe ich die gestrige Aktion (vom 22.5.) bilanziert (auch finanziell, denn bei der Herd-Geschichte (1/3 – 2/3) ist das ja eine arge Tüftelei. Die ganze „Öko-Aktion“
(Energiespar-Herde!) beläuft sich für den Konvoi auf ca. 240 €.

Und nun waren Prosper und der Augenarzt bei mir: Zur Nachbehandlung der Trachom-Operierten müßten die beiden Mediziner nächste Woche noch einmal nach Bantougodo. Ich habe mir den Kostenvoranschlag angeschaut (und bringe ihn mit), etwas mehr als 100 €.

Vom 14.-16.Juni würden dann die 20 Graue-Star-Patienten nach Ouagadougou kommen und gratis  operiert werden. Sie übernachten in der Schule Prospers (Wochenende). Was ich nicht ahnte: auch da wären zum Abschluss noch einmal Nachuntersuchungen nötig. Der Arzt meinte fünf, ich sagte: nicht mehr als drei. Aber wegen der Geräte halt nicht draußen in Bantougodo, sondern in der Hauptstadt Ouagadougou. Kostenvoranschlag: 440.000 CFA.
Ich zuckte zusammen. Das sind rund 600 € !! Ausgaben für 4 x Minibus-Miete (1 x zur OP, 3 x Nach-Kontrolle, Diesel, etwas zu essen in Ouaga. Die sind ja alle sehr arm. Freilich: Damit wäre dann die augenärztliche „Kampagne“ ein für allemal erledigt.

Was tun? Die Kontrollfahrten weiter reduzieren (auf 2) ?

Habe Prosper auch gebeten, gemäß gestriger Gespräche in Bantogodo einen Arbeitsplan bzgl. der Bestellung der Felder / Juli zu machen. Bzgl. des Gemüses wollen sie Selbstversorger werden; ob sie das bei der Hirse schaffen hänge vom Wetter ab.
110 0019 k
Ich glaube, wir sollten baldmöglichst den örtl. Frauenverein zum Partner nehmen, weil die Mütter sich für die (Schul-) Kinder uneigennützig einsetzen und ein Verein mehr Legitimität hat, als einzelne Personen. So gut die es auch meinen.“


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