01.03.2009 | Sri Lanka Hilfe nicht ohne…
Hans-Peter Dentler kam nach dreieinhalb Wochen Hilfstour durch Sri Lanka mit seiner Partnerin Elisabeth Kessler am 11. Februar wohlbehalten nach Hause zurück. Doch dieser (mittlerweile 8.) Hilfscontainer war nicht ohne Probleme beim Zoll frei zu bekommen, berichtete er. Der Krieg mit den Tamilen-Tigern im Norden des Landes wirft seine Schatten auch in die Hauptstadt Colombo und den gesamten Süden. Wohl deshalb mussten die beiden drei Tage lang Rede und Antwort stehen bis der Container in Colombo freigegeben wurde. Die Zollbehörden suchten nach geschmuggelten Waffen und Kampfmitteln, mussten sich aber geschlagen geben als bei der Entladung „nur“ Hilfsgüter zum Vorschein kamen.
Die Verteilung selbst ging dann ziemlich reibungslos vonstatten. Während der Überlandreise wurden die Orte Anamaduwa, Galgamuva, Horawala, Ragama, Moratuwa, Kalutara und Bandarawela angesteuert und den dortigen Behinderten die notwendige Hilfe überbracht. Ausgangspunkt war das Materiallager im Containerhafen von Moratuwa (30 km südlich von Colombo), in das der Container abgeladen wurde. Von dort ging es über Land Richtung Osten, dann nach Nordwesten bis Anuradhapura und dann an die Nordostküste bis Trincomalee. Weiter nördlich wäre es zu gefährlich gewesen, denn sie wollten nicht „zwischen die Fronten geraten“.
Dabei haben die u.a. 88 mitgeführten Rollstühle gar nicht ausgereicht, so dass Hans-Peter Dentler mit Spendengeldern noch elf weitere dazu kaufte und einen weiteren Spezial-Rollstuhl anfertigen ließ. Wie die folgenden Bilder zeigen fanden nicht nur die mitgelieferten Industrienähmschine, Brillen, Hörgeräte, Händy und Keyboard freudige Abnehmer. Auch mit Plüschtieren machten die beiden den Kindern eine riesige Freude.
Ad hoc ließ Hans-Peter Dentler auch in einem Heim für Schwerbehinderte – wegen der mangelhaften Hygiene – neue Fliesen im Krankensaal und den Duschräumen, sowie neue Türbeschläge anbringen. Außerdem kaufte er zwei Computeranlagen mit Internetzugang und Lern-CD, um den weniger behinderten Menschen etwas mehr Lebensqualität und -Freude zu bringen.
Hier einige Eindrücke von seiner Hilfsaktion:
Das Bild unten zeigt wie die Duschen in dem Heim für Schwerbehinderte vor der Renovierung aussahen. Das nächste Bild entstand nach der Renovation.
Die strukturierten Bodenfliesen im Behindertenheim lassen eine keimfreie Hygiene nicht zu. Deshalb ließ Hans-Peter Dentler neue, glatte Fliesen legen von denen Kot und Urin rückstandslos entfernt werden kann. Denn die Schwerstbehinderten liegen in Gitterbetten mit Bambusrost durch die sie alles auf den Boden durchfallen lassen.
Die behinderten Soldaten freuen sich über das Krafttrainingsgerät, das Familie Vandemeulebroucke aus Waghäusel spendete.




















