07.01.2009 | Reisender in Sachen Nächstenliebe dringend gesucht!
Unser 3. Welt Koordinator, Hans-Peter Dentler, kommt in die Jahre und möchte aus gesundheitlichen Gründen etwas kürzer treten. Er organisiert seit fast 10 Jahren die Reparatur, den Versand und die Verteilung von Rollstühlen, Gehhilfen und anderen orthopädischen Hilfsmitteln direkt vor Ort an die bedürftigen Menschen. Außerdem koordiniert er während seiner mehrwöchigen Aufenthalte dort spezielle, dringend erforderliche Verbesserungsmaßnahmen, sogar kleinere Renovierungs- und Bauprojekte.
Schwerpunkte seiner Arbeit liegen momentan in Peru, Bolivien, Ruanda, Kenia und Sri Lanka. Wir verschicken pro Jahr 4-5 Schiffscontainer mit reparierten/gereinigten Geräten und er reist zwecks Verteilung nach, sobald diese am Bestimmungsort eingetroffen sind. Die gebrauchten Gerätschaften werden uns von Reha-Zentren, Krankenkassen, Alters- und Pflegeheimen und der Industrie (besonders auch neue Ersatzteile) zur Verfügung gestellt.
So hat er bis jetzt schon über 9.000 behinderten und/oder kranken Menschen direkt vor Ort zu etwas mehr Mobilität und Lebensqualität verholfen. Er ist in seinem ersten Beruf Elektrotechniker und in seinem zweiten Beruf Naturheilpraktiker, spricht drei oder vier Fremdsprachen und ist damit natürlich für diese Art von Aufgaben sehr gut geeignet. Dazu kommt noch, dass er alle seine Reisekosten aus eigener Tasche (von seiner Rente!) bezahlt.
Wer hat Interesse, Ausbildung und die finanzielle Ausstattung zunächst mit ihm zu reisen und später einmal diese ehrenvolle Aufgabe zu übernehmen?
Die Ausbildung würde zunächst durch „mitreisen“ in die fernen Länder erfolgen. Wir sind auch sicher, dass es sehr schwer sein wird Jemanden mit exakt seinen Voraussetzungen und Idealen zu finden. Wir könnten uns deshalb auch eine Arbeitsteilung vorstellen, falls die Vorraussetzungen nicht alle von einer Person erfüllt werden können. Denn wir müssen und wollen seine Projekte zugunsten der „Ärmsten der Armen“ in der 3. Welt irgendwie weiterführen.
Es wäre auch geradezu frevelhaft, wenn man die vielen, relativ guten Hilfsmittel, die in unserem Gesundheitssystem nicht mehr gebraucht werden, verschrotten würde anstatt sie denen zu bringen, die keine Hilfe von Ihrem Staat erwarten können.
Der nahe Wohnort des gesuchten Kandidaten in der Gegend von Karlsruhe wäre nicht so wichtig, weil er sich speziell auf die Reise-/Verteilungstätigkeit konzentrieren sollte. Die Organisation der Reparaturen/Verladungen in/von unserer Werkstatt/Lager in Karlsruhe-Oberreut können wir durch unser freiwilliges Personal von hier aus bewerkstelligen.
Bitte melden Sie sich bei Eignung und Interesse bei: MRoelleke@t-online. de.