17.11.2007 | 100. Straßenmütter-Rettung bei Info-Abend

Bei unserem sehr gut besuchten Informations-Abend am 14.11.2007 hat eine großzügige Spenderfamilie aus Karlsruhe mit einer spontanen Spende von 800 Euro unser Projekt, 100 junge Mütter in Addis Abeba (Äthiopien) von der Straße zu holen, zum Abschluss gebracht. Herzlichen Dank auch allen anderen Spendern, Freunden, Förderern und Mitarbeitern für einen sehr gelungenen Abend.

Die Badischen Neuesten Nachrichten fassten den Abend wie folgt zusammen:

Einen umfassenden Überblick über die große Arbeit des „Konvoi der Hoffnung“ in der Region und einen genauen Einblick in das Aufgabengebiet der Koordinatoren Hans-Peter-Dentler (3. Welt) und Bernhard Schilling (Osteuropa) gab es bei der gut besuchten Informationsveranstaltung im Bürgerhaus „Wellensiek & Schalk“ in Oberhausen. Über das bisherige Spendenaufkommen im Jahr 2007 und über die Verwendung erstattete Mitorganisator Manfred Rölleke Rechenschaft und illustrierte das geleistete Arbeitspensum anhand zahlreicher Dias.

Nach seinen Darlegungen kamen mehr als 39.000 Euro an Geldspenden zusammen, die wie folgt eingesetzt wurden: für zweckgebundene Hilfsprojekte 12.000 Euro, für Direkthilfen in Peru, Afrika und Sri Lanka 4.200 Euro, für den Brunnenbau in Burkina Faso und Nigeria 3.500 Euro und für die Internationale Brillenhilfe sowie für Osteuropa 2.100 Euro. An Transportkosten, speziell für Lastzüge, waren 14.000 Euro aufzuwenden. In nächster Zeit fallen noch, wie es hieß, knapp 5.000 Euro an weiteren Frachtkosten an. „Somit fehlen dem Konvoi derzeit rund 1.600 Euro, um alle Spenden vollständig abzutransportieren“, resümierte Rölleke.

Unterstützt werden 50 junge Straßenmütter mit ihren Babys in Addis Abeba (Äthiopien). Inzwischen haben die Konvoi-Mitarbeiter die Zahl auf 100 verdoppelt, wofür allerdings 12.000 Euro notwendig sind (Anmerkung: Dies wurde durch eine große Einzelspende, wie oben beschrieben, bereits erreicht). Hilfe bekommt auch das „Haus Cäcilia“ im Kinderdorf Klinge. In den Libanon, das „Land der vier Millionen Streubomben“, gingen 2.000 Euro für ein Kinderheim. Zudem beteiligte sich der „Konvoi“ mit 2.900 Euro am Bau von Brunnen in Burkina Faso, wo die Menschen bis zu acht Kilometer zurücklegen müssen, um an Trinkwasser zu kommen.

2007 seien Spenden im Umfang von rund 100 Tonnen verschickt worden, bilanzierte Rölleke: 58 Tonnen Baby-, Kinder- und Erwachsenenkleidung, Schuhe, Bettwäsche, Decken, Stoffe, Medikamente, Spielsachen und andere Gebrauchswaren. Hinzu kamen 48 Tonnen Babykost, Lebensmittel, Hygieneartikel, Küchen- und Werkzeugartikel sowie andere für den Alltag notwendigen Dinge (Anmerkung: als Hilfe zur Selbsthilfe). Demnächst stehen der Kauf und die Bestückung eines 40-Fuss-Containers für Burkina Faso an, der nach Entleerung dort als Schulbibliothek dienen soll.

Für Südosteuropa ist Bernhard Schilling als Koordinator tätig, der sich im nordöstlichen Ungarn, im Banat in Rumänien, in Kroatien und in der südlichen Ukraine engagiert. Gezielte Unterstützung gibt es für den Verein „Kinderheim für Straßenkinder“ in Bocsa. In die Ukraine sollen demnächst 33 Euro-Paletten mit Babykost gebracht werden. Beliefert wird auch das Kinderheim von Schwester Annemarie in Krizevci (Kroatien).

Über die ärmlichen Verhältnisse in Burkina Faso, das in der Sahel-Zone liegt, berichtete Ärztin Francine Tatio aus Kamerun. Ihr Mann Noraogo Stephane Souli führte in seiner Heimat 50.000 Bluttests bei seinen Landsleuten durch (Anmerkung: im Auftrag der UNO) und ließ mit einem Teil seines Verdienstes eine Krankenstation bauen.

Im zweiten Teil der Veranstaltung erläuterte Hans-Peter Dentler seine Initiative „Hilfe für die Ärmsten der Armen“. Seit dem Jahr 2000 wurden 17 Schiffscontainer mit Rollstühlen, Toilettenstühlen und Gehhilfen nach Sri Lanka, Peru, Ruanda und Afghanistan verschickt (Anmerkung: die er persönlich dort verteilt hat). Mit jährlich etwa 600 Rollstühlen etc., konnte bislang rund 7.000 Menschen geholfen werden.

Seit dem Jahr 2000 repariert ein Team (Anmerkung: in Karlsruhe-Oberreut) gebrauchte Rollstühle, Rollatoren und Gehhilfen. Auch 16 Mitarbeiter vom „Konvoi der Hoffnung“ aus Oberhausen-Rheinhausen, Waghäusel und anderen Gemeinden bilden drei Gruppen, die sich wöchentlich abwechseln.

In einem Ausblick auf 2008 hob Konvoi-Chef Otto Fischer das Ziel hervor, „verstärkt armen und kranken Menschen zu helfen, um ihnen etwas Mut, Hoffnung und Menschenwürde zu geben.“ Um die gesamte Arbeit bewältigen zu können, sucht die Mannschaft noch Mitarbeiter, die beim Reparieren von Rollstühlen und beim Beladen der Container mithelfen.


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