09.06.2006 | Online-Petition: Schuldenerlass für Entwicklungsländer
Die Staatsverschuldung der Entwicklungsländer ist in erster Linie für den jährlichen Hungertod von 36 Millionen Mitmenschen (lt. WHO, darunter lt. Unicef 10,6 Millionen Kinder!) verantwortlich. Eine mörderische Zinslast hemmt jegliche Entwicklung zum Guten und macht nur die global operierenden Weltkonzerne immer reicher und die Entwicklungsländer von diesen immer abhängiger und ärmer. Der Schweizer Diplomat und Schriftsteller Jean Ziegler, Sonderberichterstatter der UNO für das Recht auf Nahrung, schreibt in seinem Buch ‚Das Imperium der Schande’:
„Wer an Hunger stirbt, stirbt als Opfer eines Mordes. Und der Mörder trägt einen Namen, er heißt: Verschuldung.“ Und weiter: „Die subtile Gewalt durch IWF und Privatbanken der reichen Länder aufgrund der hohen Verschuldung, ist an die Stelle der sichtbaren Brutalität der früheren Kolonialherren getreten.“
Über diese gezielte Verschuldungspolitik berichtet er in seinem Buch mit vielen, erschreckenden Beispielen.
Unsere Hilfsorganisation, Konvoi der Hoffnung e. V., Oberhausen-Rheinhausen, kann trotz der vielen Sach- und Geldspenden, die wir dankenswerter Weise von Ihnen, unseren Mitbürgern immer wieder erhalten, nur einzelne Projekte unterstützen und nur begrenzt Hilfe zur Selbsthilfe den armen Mitmenschen dort geben.
Nur ein vollständiger Erlass der Staatsschulden für alle Entwicklungsländer kann den millionenfachen Hungertod in der Welt aufhalten und endgültig beenden. Wir reichen Länder und insbesondere die Großkonzerne und -Banken sind für dieses Unrecht verantwortlich.
Deshalb möchten wir die Politiker der Weltbank, der Europäischen Union und unseres Landes auf dieses Unrecht aufmerksam machen. Ein vollständiger Schuldenerlass wäre die beste Entwicklungshilfe und könnte die massenhafte Landflucht aus Afrika und den armen Ländern der Welt in die wohlhabenden Länder aufhalten.
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